Die Krankenversicherung im Fernstudium

Krankenversicherung und Fernstudium

Die Krankenversicherung im Fernstudium

Entscheidet man sich dazu, ein Fernstudium aufzunehmen, dann ist man unweigerlich mit einer ganzen Reihe an Fragen konfrontiert.

Neben der Frage nach finanziellen Zuschüssen ist eine der wichtigsten Fragestellungen die nach der Krankenversicherung im Fernstudium.

Wie man sich im Fernstudium krankenversichern muss, das hängt von verschiedenen Umständen ab und kann nicht pauschal beantwortet werden.

Im Folgenden finden Sie eine Erläuterung der häufigsten Lebensituationen, die für die Art der Krankenversicherung im Fernstudium von Relevanz sind.

 

Krankenversicherung bei einem Vollzeit-Fernstudium

Absolvieren Sie ein Fernstudium in Vollzeit, dann gelten die Versicherungsbedingungen, die auch für reguläre Studenten an einer Präsenzuniversität bzw. Präsenzhochschule vorgesehen sind.

Wichtig ist dabei zum einen, dass es sich bei der Fernhochschule um eine staatliche oder zumindest staatlich anerkannte Bildungsinstitution handelt.

Überdies darf neben dem Fernstudium keiner Arbeitstätigkeit nachgegangen werden, die mehr als 20 Stunden pro Woche ausgeübt wird oder ein Einkommen von 450 Euro monatlich übersteigt.

Was gilt für die Krankenversicherung im Fernstudium bei einer Arbeitstätigkeit, die 20 Stunden wöchentlich bzw. 450 Euro Einkommen monatlich übersteigt?

Wenn Sie ein Fernstudium absolvieren und mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten bzw. Ihr Einkommen 450 Euro übersteigt, dann gilt für Sie der Studentenstatus in der Krankenversicherung nicht.

Das Fernstudium wird in diesem Fall nicht als Vollzeitbeschäftigung anerkannt. Auch wenn während des Fernstudiums eine Tätigkeit aufgenommen wird, welche die genannten Grenzen übersteigt, kann der Studentenstatus aberkannt werden.

In der Regel gilt dies, wenn die Einkünfte in zwei aufeinanderfolgenden Monaten die Grenze von 450 Euro übersteigen.

Sollte dies auf Sie zutreffen, haben Sie einige Alternativen in Bezug auf die Krankenversicherung im Fernstudium.

Sie können sich entweder bei einer privaten Krankenversicherung versichern lassen oder aber Mitglied in der KVdS werden (Krankenkasse der Studenten). Allerdings sind auch bei der Krankenversicherung für Studenten Grenzen zu beachten.

Eine dieser Grenzen ist, dass man das 30. Lebensjahr nicht vollendet haben darf. Da eine Vielzahl der Fernstudenten bereits über 30 ist, kommt für diese Personengruppe der KVdS leider zumeist nicht in Frage. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, sich in Einzelfällen dennoch in der Krankenkasse für Studenten versichern zu lassen. Diese sollten im Einzelfall überprüft werden.

Eine weitere Option für die Krankenversicherung im Fernstudium ist, sich über den Ehepartner mitversichern zu lassen.

Die Krankenversicherung im Fernstudium für Auszubildende

Befinden Sie sich noch in Ausbildung und absolvieren nebenbei noch ein Fernstudium, dann gelten Sie vor der Krankenkasse nicht als Student, denn wenn es um die Krankenversicherung im Fernstudium geht, zählt immer die Beschäftigung, der in Vollzeit nachgegangen wird als Kriterium für die Einstufung.

Für Sie als Auszubildenden gelten somit, da Sie Ihrer Ausbildung in Vollzeit nachgehen, die Versicherungsbedingungen für Auszubildende.

Auszubildende sind immer pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenkasse.

Die Krankenversicherung und das Fernstudium in der Elternzeit

Immer häufiger bilden sich Eltern, die sich in Elternzeit befinden, im Rahmen eines Fernstudiums weiter. Befinden Sie sich in Elternzeit, dann spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Fernstudium um ein Vollzeit- oder Teilzeitstudium handelt, denn Studenten müssen auch in der Elternzeit regulär ihre Krankenkassenbeiträge zahlen.

Gehen Sie jedoch während der Elternzeit neben dem Fernstudium zusätzlich noch einer Tätigkeit nach, die mehr als 20 Studenten wöchentlich übersteigt bzw. 450 Euro monatlich, dann wird der Studentenstatus nicht anerkannt.

Wie sich in dieser Situation die Krankenversicherung im Fernstudium gestaltet, hängt davon ab, wie Sie versichert sind. Sind Sie in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert, dann sind Sie, vorausgesetzt Sie beziehen Elterngeld, von den Krankenkassenbeiträgen befreit.

Sind Sie privat krankenversichert, dann müssen die Beiträge ganz regulär weiter bezahlt werden. Sind Sie in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt, dann müssen Sie den eigenen Beitrag tragen inklusive dem Arbeitgeberanteil. Sind Sie freiwillig versichert, dann müssen auch hier die Beiträge weiterhin bezahlt werden.