Ist ein Fernstudium genauso angesehen wie ein Präsenzstudium?

Ansehen Fernstudium

Wie angesehen ist ein Fernstudium?

Die Frage, ob ein Fernstudium genauso angesehen ist wie ein Präsenzstudium, lässt sich heutzutage im Regelfall mit einem klaren Ja beantworten.

In vielen Fällen ist ein Fernstudium sogar bei Arbeitgebern noch angesehener, denn durch die Absolvierung eines berufsbegleitenden Fernstudiums sind einige wichtige Charaktereigenschaften des Bewerbers offensichtlich wie Zielstrebigkeit, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Belastbarkeit.

Das Ansehen des Fernstudiums im Wandel der Zeit

Dies war allerdings nicht immer so. Warum ein Fernstudium heute mindestens genauso angesehen ist wie ein Präsenzstudium liegt in zwei wesentlichen Faktoren begründet. Zum einen hat sich die allgemeine Auffassung zu den Themen Beruf und Lernen in den letzten Jahren stark gewandelt.

Hat man früher noch einen Beruf erlernt, den man ein Leben lang ausübte, steht heutzutage die Devise „wir lernen ein Leben lang“ im Vordergrund.

Arbeitnehmer wünschen sich, dass Ihre Mitarbeiter sich kontinuierlich weiterbilden und Zusatzqualifikationen erwerben. Will man die eigene Karriere vorantreiben, dann ist Weiterbildung bzw. ein Fernstudium der optimale Schritt in die richtige Richtung.

Diesen Bedarf haben auch Fernschulen und Fernhochschulen erkannt. Denn bei einer Weiterbildung über eine Fernhochschule ist man zeitlich völlig flexibel und auch ortsunabhängig.

Die Umstellung des Hochschulsystems: der Bologna Prozess

Der zweite ganz wesentliche Punkt, der dazu beigetragen hat, dass heute ein Fernstudium genauso angesehen ist wie ein Präsenzstudium, liegt in der Umstellung des Hochschulsystems basierend auf dem Bologna Prozess begründet. Europaweit fand eine Harmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen ab, die allesamt klaren Regeln unterliegen, ein zweistufiges System von Studienabschlüssen wurde geschaffen, sprich Bachelor und Master.

Die Reform hatte zur Folge, dass nunmehr die meisten Studenten zunächst einen Bachelor-Abschluss machen und im Anschluss in die Berufswelt einsteigen. Berufsbegleitend wird dann in vielen Fällen ein Master Abschluss erworben. Nachdem das Master Studium oftmals berufsbegleitend absolviert wird, besteht auch hier eine große Nachfrage an Fernstudiengängen an Fernhochschulen, an denen der Master nebenberuflich erworben werden kann.

Fernhochschulen haben von der Bologna Reform deutlich profitiert

Die Bologna-Reform hat also die Stellung von Fernhochschulen im deutschen Bildungssystem stark beeinflusst. Zum einem sind Studiengänge nunmehr standardisiert. Es ist also vom Standard her kein Unterschied, ob Sie den Bachelor oder Master an einer Fernuni erwerben oder an einer Präsenzuniversität bzw. Fernfachhochschule/Präsenz-Fachhochschule.

Die Akkreditierung vonFernstudiengängen ist wichtig

Wichtig ist es allerdings, dass Sie darauf achten, dass der angebotene Fernstudiengang an einer Fernhochschule von einer offiziellen Stelle akkreditiert wurde wie ASSIIN, AQUIN, FIBAA oder AQAS.

Durch diese Akkreditierung ist belegt, dass der Studiengang formal gleichwertig mit demselben Studiengang an einer Präsenzuniversität oder Fachhochschule ist.

Des Weiteren hat die Einführung des zweistufigen Systems von Studienabschlüssen dazu geführt, dass immer mehr Personen nach dem Bachelor erst in den Beruf starten, um dann berufsbegleitend einen Master oder zusätzlichen Bachelor zu erwerben. Auch hier sind Fernhochschulen die idealen Bildungsstätten.

Sie wollen auf Nummer sicher gehen? Studieren Sie an einer renommierten und bekannten Fernhochschule

Wenn Sie noch weiter auf Nummer sicher gehen wollen, dass das Fernstudium genauso angesehen ist wie das Studium an einer Präsenzuni, sollten Sie sich für eine bekannte und renommierte Fernhochschule entscheiden wie die Euro FH, Wilhelm Büchner Hochschule, Apollon Hochschule, AKAD oder die Fernhochschule Hamburg.

Objektiv macht es natürlich keinen Unterschied, ob Sie ein Fernstudium an einer bekannten oder eher unbekannten Fernhochschule absolvieren, wenn der Studiengang akkreditiert ist. Subjektiv können sich manche Arbeitgeber jedoch beeindruckter zeigen, wenn ihnen der Namen einer Fernhochschule geläufig ist.