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Kindergartenhelferin Fernkurs- Das musst du vor dem Start prüfen

Lesezeit: 6 Minuten

Letzte Aktualisierung am 6. März 2026


Der Kindergartenhelferin Fernkurs wird bei folgenden Fernschulen angeboten:

Anbieter: Laudius und ILS

Kindergartenhelferin Fernkurs bei Laudius: Kosten, Inhalte, Ablauf und Perspektiven

Wenn du gerne mit Kindern arbeitest und dir eine Tätigkeit in der Kita vorstellen kannst, ist der Fernkurs „Kindergartenhelfer*in (Kita Helfer)“ von Laudius eine praxisnahe Möglichkeit, dir fundiertes Grundlagenwissen anzueignen und dich gezielt auf unterstützende Aufgaben im pädagogischen Alltag vorzubereiten. Im Folgenden bekommst du einen umfassenden Überblick über exakte Kosten, Inhalte, Lernform, Nutzen, Zielgruppe und mögliche Arbeitsfelder – inklusive der Frage, ob (und wie) Selbstständigkeit realistisch ist.

Was kostet der Laudius Kindergartenhelferin Fernkurs?

Laudius zeigt auf der Kursseite zwei Kursvarianten mit monatlicher Zahlung über 12 Monate. Hier sind die Kursgebühren ohne Rabatt (also ohne zeitlich befristete Aktionen):

  • Variante 1: Digitale Kursunterlagen: 12 × 128,00 € = 1.536,00 € Gesamtpreis
  • Variante 2: Gedruckte + digitale Kursunterlagen: 12 × 142,00 € = 1.704,00 € Gesamtpreis

Was bietet der Kurs Kita Helferin konkret?

Laudius beschreibt den Fernlehrgang als Vorbereitung auf eine unterstützende Tätigkeit im Kita-Alltag – mit pädagogischen Grundlagen, Praxisanteilen und Abschlussmöglichkeiten (Zeugnis/Zertifikat). -> Du kannst die Lernzeit pro Woche einschätzen.

Du erhältst laut Anbieter:

Zusätzlich betont Laudius eine Praxisphase: Ein Praktikum im Umfang von 100 Stunden in einer Kita muss während oder spätestens zum Ende nachgewiesen werden (sofern du nicht bereits einschlägige Erfahrung nachweisen kannst).

Inhalte: Was lernst du im Fernlehrgang Kidergartenhelferin?

Der Kurs deckt typische Grundlagen ab, die du für die Arbeit in einer Kindertageseinrichtung brauchst – von Entwicklungsthemen bis zur Zusammenarbeit im Team und mit Eltern.

Laudius nennt u. a. folgende Inhalte:

  • Lern- und Bindungstheorien
  • Psychosexuelle und psychosoziale Entwicklung
  • Entwicklung (emotionale, motorische, sprachliche Entwicklung)
  • Bildungsbereiche (z. B. Kunst/Kultur, Mathematik, Gesundheit)
  • Kommunikation und Sprache
  • Frühförderung
  • Zusammenarbeit im Team
  • Zusammenarbeit mit Eltern
  • Rechtliche Besonderheiten und Organisation

Gerade diese Mischung ist in der Praxis hilfreich: Du verstehst besser, warum Kinder so reagieren, wie du Angebote altersgerecht begleitest und wie der Alltag in einer Kita organisatorisch „tickt“. -> Der Alltag entscheidet über deine Motivation im Fernstudium.

So lernst du: Online Campus, Einsendeaufgaben und flexible Planung

Laudius setzt auf eine digitale Lernumgebung. Nach der Anmeldung erhältst du einen Zugang zum Online Campus, in dem du deine Unterlagen abrufen und Aufgaben einreichen kannst. Du kannst Lektionen herunterladen, mobil nutzen und bei Bedarf selbst ausdrucken. Die Kommunikation mit Dozent*innen und der Austausch mit anderen Teilnehmenden ist ebenfalls vorgesehen.

Der Ablauf ist für viele besonders attraktiv, weil du zeitlich flexibel bleibst:

  • Lehrgangsdauer (Regelstudienzeit): 12 Monate bei ca. 6 Stunden pro Woche
  • Du darfst schneller oder langsamer lernen
  • Bei langsamem Vorgehen kannst du die Regelstudienzeit kostenlos um bis zu 36 Monate überschreiten
  • Außerdem nennt Laudius eine 4-wöchige kostenlose Testphase und einen jederzeitigen Start.
  • Abschlüsse: Zeugnis und Zertifikat – und was dafür nötig ist

Laudius unterscheidet zwischen Zeugnis und Zertifikat:

  • Für das Laudius-Zeugnis sind u. a. die Bearbeitung der Einsendeaufgaben, Modulabschlussprüfungen und eine Zwischenprüfung vorgesehen.
  • Für das Laudius-Zertifikat kommen zusätzlich Anforderungen hinzu: Teilnahme am Online-Seminar, schriftliche Abschlussprüfung, Nachweis über Praktikum und Hospitation sowie ein Erste-Hilfe-Kurs.

Außerdem weist Laudius darauf hin, dass für die Praxis (spätestens zu Beginn des Praktikums) ein Führungszeugnis erforderlich ist – und dass ein Erste-Hilfe-Nachweis am Kind erbracht werden muss (falls nicht vorhanden bzw. zu alt, kann er nachgeholt werden).

Warum lohnt sich der Kindergartenhelferin Fernkurs?

Der Mehrwert liegt typischerweise in vier Punkten: berufliche Orientierung, praxisnahe Kompetenz, bessere Einstiegschancen und persönliche Sicherheit im Umgang mit Kindern.

  • Du baust relevantes Basiswissen auf, das dir im Kita-Alltag sofort hilft (Entwicklung, Kommunikation, Bildungsbereiche).
  • Du sammelst Praxis durch Praktikum/Hospitation und kannst prüfen, ob das Feld wirklich zu dir passt.
  • Du stärkst deine Bewerbung für unterstützende Rollen, weil du deine Motivation und Vorbereitung belegst (Zertifikat/Zeugnis, je nach Ziel).
  • Du lernst flexibel neben Job und Familie, statt fixe Unterrichtszeiten einhalten zu müssen (Online Campus, Selbstlernstruktur).

Wichtig, realistisch eingeordnet: Ein Fernkurs ersetzt in der Regel keine staatlich anerkannte pädagogische Fachausbildung (z. B. Erzieher*in). Er kann jedoch ein sehr sinnvoller Schritt sein, um qualifiziert einzusteigen oder die eigene Rolle in der Kita besser auszufüllen.

Für wen ist der Fernkurs geeignet?

Laudius nennt den Kurs besonders passend, wenn du bereits in Kitas tätig bist, als Quereinsteiger*in starten möchtest oder vor einer pädagogischen Ausbildung erste fundierte Einblicke suchst.

Typische Profile, für die das in der Praxis gut passt:

  • Du willst in der Kinderbetreuung als Quereinsteiger*in Fuß fassen.
  • Du arbeitest bereits (oder planst) als Unterstützungskraft in einer Kita und möchtest sicherer werden.
  • Du möchtest vor einer längeren Ausbildung (z. B. sozialpädagogischer Bereich) prüfen, ob dir das Arbeitsfeld liegt.
  • Du suchst eine Weiterbildung, die du flexibel von zu Hause absolvieren kannst.

Wann der Fernkurs Kindergartenhelferin bei Laudius nicht geeignet ist

Der Fernkurs Kindergartenhelferin bei Laudius ist nicht geeignet für Personen, die eine staatlich anerkannte Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher erwarten. Tätigkeiten mit umfassender pädagogischer Verantwortung, eigenständiger Gruppenleitung oder fachlicher Leitung erfordern in der Regel eine entsprechende berufliche Ausbildung im pädagogischen Bereich.

Nicht passend ist das Angebot zudem für Menschen, die pädagogische Arbeit mit Kindern ausschließlich als einfache Betreuungsaufgabe betrachten. Die Arbeit im Kindergarten erfordert Aufmerksamkeit für Entwicklungsprozesse, soziale Dynamiken und individuelle Bedürfnisse der Kinder.

Ungeeignet ist der Kurs außerdem für Personen, die keinen respektvollen und geduldigen Umgang mit Kindern unterschiedlicher Persönlichkeiten und Entwicklungsstände mitbringen. Der Alltag in Kindertageseinrichtungen kann herausfordernd sein und verlangt Verantwortungsbewusstsein sowie Einfühlungsvermögen.

Ebenso wenig geeignet ist der Lehrgang für Interessierte, die organisatorische Abläufe, Hygieneregeln oder die Zusammenarbeit im pädagogischen Team unterschätzen und keine Bereitschaft haben, diese Strukturen zu beachten.

Wo kannst du später arbeiten?

Mit der Ausrichtung „Kindergartenhelferin / Kita-Helferin“ zielt der Kurs auf unterstützende Tätigkeiten rund um den Kita-Alltag. Je nach Träger, Bundesland, Stellenausschreibung und Anforderungsprofil kommen u. a. folgende Einsatzorte infrage:

  • Kindertagesstätten (Kita/Kindergarten) – als Unterstützung im Gruppenalltag
  • Kinderkrippen – unterstützend in Betreuung und Alltagsorganisation
  • Horte/Ganztagsangebote – Begleitung von Freizeit- und Lernphasen
  • Trägerübergreifende Kinder- und Familienangebote (z. B. Projekte, Ferienprogramme), je nach Bedarf und Profil

Ob und in welcher Funktion du eingestellt wirst, hängt immer auch von lokalen Vorgaben, Trägerkonzepten und der konkreten Stelle ab. Praktisch ist: Durch das Praktikum bekommst du oft bereits Kontakte, die später beim Einstieg helfen können.

Kannst du dich selbstständig machen?

Wenn du unter „selbstständig“ an klassische Kita-Arbeit denkst: Eine eigene Kita zu gründen ist in Deutschland ein sehr reguliertes Vorhaben (Trägerstrukturen, Betriebserlaubnis, Personalvorgaben usw.) und liegt deutlich jenseits dessen, was ein einzelner Fernkurs abdeckt.

Was jedoch realistischer sein kann, ist der Weg in die Kindertagespflege (umgangssprachlich „Tagesmutter/Tagesvater“). Dafür brauchst du in der Regel eine Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII, die vom zuständigen Jugendamt erteilt wird. Diese Erlaubnis ist (typischerweise) befristet und an Eignungskriterien gebunden.

Wichtig: Die Anforderungen (Qualifizierung/Umfang/Kurse/Räumlichkeiten) werden lokal konkretisiert. Der Laudius-Kurs kann dafür eine inhaltliche Grundlage sein, ersetzt aber nicht automatisch die formalen Schritte beim Jugendamt.

Erfolg: Wie du den Kurs für deinen Einstieg maximal nutzt

„Erfolg“ bedeutet hier meistens: du hältst durch, baust echte Handlungssicherheit auf und kannst das Gelernte in der Praxis belegen.

Das erreichst du am zuverlässigsten, wenn du den Kurs strategisch angehst:

  • Plane feste Lernzeiten (z. B. 3×2 Stunden pro Woche) – passend zur empfohlenen Wochenbelastung.
  • Nutze Einsendeaufgaben nicht nur „zum Bestehen“, sondern als Training für Praxisfälle.
  • Organisiere Praktikum/Hospitation frühzeitig, damit du nicht am Ende unter Zeitdruck gerätst.
  • Baue ein kleines Portfolio auf (Reflexionen, Angebotsideen, Lernnotizen), das du später im Bewerbungsgespräch nutzen kannst.

Wenn du das konsequent machst, hast du am Ende nicht nur ein Dokument, sondern echte Argumente: „Ich habe bereits 100 Stunden Kita-Praxis nachgewiesen, kenne Abläufe, kann Angebote begleiten und weiß, worauf es bei Kommunikation und Kinderschutz ankommt.“

Lohnt sich der Laudius-Fernkurs „Kindergartenhelfer*in“?

Wenn du einen flexiblen, strukturierten Einstieg in die Kinderbetreuung suchst und dir praxisnahes Grundlagenwissen plus Praxisnachweis wichtig sind, ist der Laudius-Fernkurs eine überzeugende Option. Die regulären Kosten ohne Rabatt liegen je nach Unterlagenvariante bei 1.536,00 € (digital) oder 1.704,00 € (gedruckt + digital).

Du lernst online, in deinem Tempo, wirst inhaltlich breit vorbereitet (Entwicklung, Bildungsbereiche, Team- und Elternarbeit, Recht/Organisation) und stärkst deine Chancen auf unterstützende Rollen in Kitas oder verwandten Betreuungssettings. Selbstständigkeit ist eher über den Pfad „Kindertagespflege“ denkbar – dann aber mit zusätzlicher Genehmigung über das Jugendamt nach § 43 SGB VIII.

Du bist noch unsicher? Dann solltest du folgendes lesen

FAQ zum Fernkurs „Kindergartenhelfer*in / Kita-Helfer“ bei Laudius

Eine Weiterbildung für unterstützende Tätigkeiten in der Kinderbetreuung eignet sich besonders für Menschen, die mit Kindern arbeiten möchten und sich eine Tätigkeit in einer Kindertagesstätte vorstellen können. Häufig nutzen Quereinsteiger, Eltern oder Personen aus sozialen Berufen solche Kurse, um pädagogische Grundlagen zu lernen und erste Einblicke in den Alltag von Betreuungseinrichtungen zu erhalten.

Der Lehrgang vermittelt grundlegende Kenntnisse über kindliche Entwicklung, Lernprozesse und pädagogische Angebote im frühen Kindesalter. Dazu gehören beispielsweise Bindungs- und Lerntheorien, motorische und sprachliche Entwicklung, kreative Bildungsbereiche sowie Kommunikation mit Kindern und Eltern. Außerdem werden organisatorische Abläufe in Kindertageseinrichtungen und rechtliche Grundlagen thematisiert.

Die Weiterbildung ist als Fernstudium organisiert. Teilnehmende bearbeiten Lernhefte selbstständig über einen Online-Campus und reichen Einsendeaufgaben zur Bewertung ein. Zusätzlich findet ein Online-Seminar statt, in dem Inhalte vertieft werden. Ein verpflichtendes Praktikum in einer Kindertageseinrichtung ermöglicht es, das Gelernte direkt im Alltag anzuwenden.

Die Regelstudienzeit beträgt etwa zwölf Monate. Der durchschnittliche Lernaufwand liegt bei rund sechs Stunden pro Woche. Da das Fernstudium flexibel aufgebaut ist, können Teilnehmende ihr Lerntempo anpassen und den Kurs bei Bedarf schneller abschließen oder sich mehr Zeit nehmen.

Neben dem theoretischen Wissen aus der Weiterbildung werden häufig praktische Erfahrungen erwartet. Im Rahmen des Lehrgangs ist daher ein Praktikum von etwa 100 Stunden in einer Kindertagesstätte vorgesehen. Zusätzlich können Einrichtungen ein erweitertes Führungszeugnis und einen Erste-Hilfe-Nachweis für Kinder verlangen.

Typische Einsatzorte sind Kindertagesstätten, Kinderkrippen oder Horte, in denen Betreuungskräfte pädagogische Fachkräfte im Alltag unterstützen. Auch Ganztagsangebote, Ferienprogramme oder familienorientierte Projekte können Arbeitsfelder sein. Die konkrete Tätigkeit hängt jedoch von den Anforderungen der jeweiligen Einrichtung und den regionalen Vorgaben ab.

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