Zum Inhalt springen
Lesezeit: 2 Minuten

Laudius Kündigung & Widerruf: Was passiert, wenn du den Fernkurs abbrichst?

Fast jeder denkt vor der Anmeldung an denselben Punkt:

Was mache ich, wenn ich nach ein paar Wochen merke, dass ich es zeitlich oder inhaltlich nicht schaffe?

Ein Fernstudium ist kein spontaner Kauf. Darum ist die Kündigungsregelung oft wichtiger als der Preis — sie bestimmt dein tatsächliches Risiko.

Warum dieses Thema entscheidend ist

Viele brechen Weiterbildungen nicht ab, weil sie zu schwer sind, sondern weil sich Lebensumstände ändern:

  • Arbeitsbelastung steigt plötzlich
  • private Verpflichtungen kommen dazu
  • Motivation schwankt über Monate
  • Zeitplanung war zu optimistisch

Eine faire Kündigungsregelung bedeutet deshalb nicht, dass du aufgeben willst — sondern dass du rational entscheidest.

Unterschied zwischen Widerruf und Kündigung

Diese zwei Begriffe werden oft verwechselt, bedeuten aber etwas völlig anderes.

Widerruf

Der Widerruf gilt kurz nach Vertragsabschluss. Er ist dafür gedacht, dass du nach der Anmeldung merkst:,„Das ist doch nicht das, was ich erwartet habe. Du gehst damit rechtlich zurück auf den Zustand vor dem Vertrag.

Kündigung

Die Kündigung greift später während des laufenden Kurses. Hier hast du bereits begonnen und entscheidest, nicht weiterzumachen.

Der wichtige Unterschied:

Widerruf = Fehlentscheidung korrigieren
Kündigung = Kurs abbrechen

Wann Teilnehmer typischerweise kündigen

Die meisten Abbrüche passieren nicht am Anfang, sondern nach einigen Wochen.

Typische Gründe:

  • Lernroutine nie stabil geworden
  • Stoff nicht schwierig, aber dauerhaft aufgeschoben
  • Kurs passt nicht in den Alltag
  • ursprüngliches Ziel hat sich geändert

Das ist normal — Weiterbildung konkurriert immer mit realem Leben.

Was du vor der Anmeldung prüfen solltest

Statt nur nach „kann ich kündigen?“ zu fragen, ist sinnvoller:

  • Wie transparent sind die Bedingungen formuliert?
  • Kann ich sie verstehen ohne juristische Kenntnisse?
  • Weiß ich, was finanziell passiert?

Je klarer diese Punkte beantwortet sind, desto geringer ist dein Risiko.

Die häufigste Fehlannahme

Viele denken: „Wenn ich motiviert bin, brauche ich keine Kündigungsoption.“

In der Realität ist es umgekehrt: Gerade motivierte Teilnehmer profitieren davon, weil sie entspannter starten.

Psychologisch wichtig: Ein kontrollierbarer Ausstieg erhöht die Wahrscheinlichkeit, überhaupt dranzubleiben.

Wann ein Abbruch sinnvoll sein kann

Ein Abbruch ist nicht automatisch negativ. Sinnvoll kann er sein, wenn:

  • sich dein Ziel geändert hat
  • du dauerhaft keine Lernzeit findest
  • du gemerkt hast, dass ein anderes Format besser passt
  • du aktuell keine Kapazität für Weiterbildung hast

Dann ist ein sauberer Abschluss besser als monatelanges Aufschieben.

Wie du das Risiko realistisch einschätzt

Stell dir vor der Anmeldung drei Fragen:

  • Wann genau lerne ich jede Woche?
  • Was passiert in stressigen Phasen?
  • Habe ich einen Plan, wenn ich zwei Wochen aussetze?

Wenn du darauf keine Antwort hast, ist nicht der Kurs das Risiko — sondern die Planung.

Es kommt auf dein Planung an

Die Kündigungs- und Widerrufsregelung ist weniger eine juristische Formalität als ein Planungstool.

  • Sie entscheidet nicht darüber, ob du den Kurs bestehst —
  • sondern darüber, ob du ihn entspannt beginnen kannst.

Je klarer du dein persönliches Risiko einschätzt, desto besser funktioniert ein Fernstudium.

Weitere wichtige Fragen vor der Anmeldung