Zum Inhalt springen
Lesezeit: 4 Minuten

Der Mediator Fernkurs wird von den folgenden Anbietern angeboten:

Anbieter: Laudius, SGD und ILS

Mediator Fernkurs (Laudius gepr.)“: Kosten, Inhalt, Ablauf und Karrierechancen

Wenn du Konflikte nicht nur „schlichten“, sondern professionell strukturieren willst, ist eine Mediationsausbildung ein sehr sinnvoller nächster Schritt. Der Laudius-Fernlehrgang „Mediator*in (Laudius gepr.)“ ist dabei eine flexible Weiterbildung, die du berufsbegleitend absolvieren kannst – mit digitalen Lernmaterialien, Online-Übungsanteilen und persönlicher Betreuung. Im Folgenden bekommst du die exakten Kosten ohne Rabatt, einen klaren Überblick über Inhalte und Lernmethode sowie eine realistische Einordnung, für wen sich der Kurs lohnt und welche beruflichen Wege (inkl. Selbstständigkeit) danach möglich sind.

Kosten: exakte Preise des Laudius Mediator Fernkurses

Laudius weist im Kursmarketing zeitweise Rabatte aus. Laut den offiziellen Angaben zur ZFU-Zulassung (ZFU-Zulassungsnummer 7397821) gelten folgende Gesamtkosten:

  • Variante mit gedruckten oder digitalen Lernmaterialien (Gesamtkosten): 1.788,00 €
    Zahlung: 12 Raten à 149,00 €
  • Rein digitale Variante (Gesamtkosten): 1.668,00 €
    Zahlung: 12 Raten à 139,00 €

Wichtig: Die ZFU weist darauf hin, dass Kosten sich geändert haben könnten und du für den tagesaktuellen Stand zusätzlich beim Institut prüfen kannst – die oben genannten Werte sind jedoch die ausgewiesenen Teilnahmekosten/Gesamtkosten in der ZFU-Übersicht.

Was bietet der Kurs inhaltlich?

Der Lehrgang ist darauf ausgelegt, dich methodisch, kommunikativ und praktisch in die professionelle Konfliktvermittlung zu führen. Laudius beschreibt die Ausbildung als praxisorientiert und zielt darauf ab, dass du Konfliktparteien neutral, strukturiert und lösungsorientiert durch einen Mediationsprozess begleitest.

Zentrale Inhalte (laut Kurs- und ZFU-Übersicht)

  • Grundlagen der Mediation (Prinzipien, Setting, Prozessstruktur)
  • Interessenklärung & Interessenforschung
  • Lösungsoptionen & Abschlussvereinbarung
  • Verhandlungskompetenz (u. a. Harvard-Konzept, Umgang mit „unfairen Tricks“)
  • Kommunikationskompetenz (u. a. Rogers, Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg)
  • Konfliktkompetenz (Diagnose, Dynamik)
  • Rechtliche Aspekte (gesetzliche und vertragliche Rahmenbedingungen)
  • Wahl-Schwerpunkt Familien- oder Wirtschaftsmediation

Zusätzlich nennt die ZFU-Übersicht Module wie Persönliche Kompetenz, Übungsseminar, Peergruppen-Treffen und Praxiserfahrung.

Wie lernst du im Laudius-Fernstudium?

Das Lernkonzept ist auf maximale Flexibilität ausgelegt: du arbeitest überwiegend im Selbststudium, ergänzt durch Online-Anteile, Einsendeaufgaben und Betreuung.

So ist der Mediator Fernkurs aufgebaut:

  • 10 Module mit insgesamt 20 Lernheften (Studienmaterial)
  • Regelstudiendauer: 12 Monate, kalkuliert mit ca. 6 Stunden pro Woche
  • Kostenfreie Verlängerung der Regelstudienzeit ist laut Kursseite möglich (bei langsamerem Vorgehen).
  • ZFU nennt einen Gesamtumfang von 325 Stunden sowie 20 synchrone Lerneinheiten (à 45 Minuten) und ein Online-Übungsseminar.
  • Lernen im Online Campus (Praxis & Organisation)

Laudius beschreibt den Online Campus als zentrale Lernumgebung: du bekommst deinen Login, kannst Lektionen herunterladen, Aufgaben digital einsenden und den Dozenten direkt kontaktieren. Außerdem werden Online-Seminare und die Möglichkeit eines individuellen Mail-Coachings genannt.

Abschluss: Was bekommst du am Ende?

Der Abschluss ist ein institutsinternes Zertifikat. Laudius nennt als Abschluss: „Laudius-Zertifikat Mediator/-in (Laudius gepr.)“, verbunden mit Abschlussarbeit/Modulprüfungen und einem Mediations-Rollenspiel. Die ZFU beschreibt den Abschluss als institutsinternes Zertifikat und eine institutsinterne Prüfung.

Einordnung für die Praxis (wichtig): In Deutschland ist „Mediator*in“ als Begriff grundsätzlich nicht in dem Sinne geschützt wie z. B. Heilberufe. Die rechtlich geregelte Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ ist dagegen an Anforderungen der ZMediatAusbV geknüpft. Wenn du dieses Label anstrebst, solltest du genau prüfen, ob Umfang, Inhalte und Praxis-/Supervisionsanteile deiner Ausbildung dafür vollständig anerkennungsfähig sind.

Warum lohnt sich der Mediator Fernkurs?

Der Nutzen einer Mediationsausbildung entsteht meist auf zwei Ebenen: (1) fachlich-methodisch (du kannst Konflikte sauber strukturieren) und (2) karrierestrategisch (du wirst in vielen Rollen „anschlussfähiger“, weil du schwierige Gespräche führen kannst).

Typische Mehrwerte, die du aus dem Lehrgang ziehen kannst:

  • Du lernst, Konflikte nicht persönlich zu nehmen, sondern systematisch zu bearbeiten (Interessen statt Positionen).
  • Du baust Gesprächs- und Verhandlungssicherheit auf – hilfreich in Führung, HR, Beratung, Pädagogik, sozialen Kontexten.
  • Der Schwerpunkt Familien- oder Wirtschaftsmediation erlaubt dir eine frühere Positionierung.
  • Du hast eine klare Struktur, um Konflikte präventiv zu bearbeiten (Konfliktkompetenz), nicht erst „wenn’s knallt“.

Durch Online-Format und Selbststudium kannst du das Ganze realistisch neben dem Job umsetzen.

Für wen ist der Laudius Mediator-Kurs geeignet?

Laudius nennt konkrete Zielgruppen und beschreibt den Kurs als passend für Menschen aus Bereichen, in denen Vermittlung, Kommunikation und Konfliktklärung häufig vorkommen.

  • Psychologie, Beratung, Coaching
  • Jura/Verwaltung, Interessenvertretung
  • Pädagogik, Schule, Erwachsenenbildung
  • Soziale Arbeit, Gesundheits- und Sozialwesen
  • Unternehmen: HR, Führung, Organisationsentwicklung

Teilnahmevoraussetzungen (realistisch eingeordnet)

Laudius nennt als Voraussetzung: abgeschlossene Berufsausbildung plus zwei bis drei Jahre Berufserfahrung.
Wenn du über einen Bildungsgutschein gehst, können je nach Förderweg zusätzliche formale Kriterien gelten (AZAV-Prozesse sind oft strenger).

Wo kannst du später arbeiten?

Mediation ist selten ein „klassischer Ausbildungsberuf mit Stellenanzeige und klarer Berufsbezeichnung“. Häufig ist es eine Zusatzqualifikation, die deine Wirksamkeit in bestehenden Rollen steigert – oder du baust dir parallel ein eigenes Angebot auf.

Typische Einsatzfelder:

  • Unternehmen & Organisationen: Konfliktklärung zwischen Teams, Führungskräften, Abteilungen (intern oder extern als Berater*in)
  • HR/People & Culture: Begleitung von Konfliktfällen, Moderation, Strukturierung schwieriger Gespräche
  • Sozial- und Bildungsbereich: Schule, Jugendhilfe, Trägerlandschaft, Beratungseinrichtungen
  • Familiennahes Umfeld: Trennung/Scheidung, Erziehungskonflikte, Generationenkonflikte (mit klarer Abgrenzung zu Rechtsberatung/Therapie)
  • Vereine, Verbände, Nachbarschaft, Kommunen: Konfliktmoderation und Einigungsprozesse

Welche Richtung für dich am sinnvollsten ist, hängt weniger vom Zertifikat allein ab, sondern davon, ob du (a) passende Praxisfälle bekommst und (b) dir ein klares Profil aufbaust (z. B. Arbeitswelt, Familie, interkulturelle Konflikte).

Kannst du dich selbstständig machen?

Ja – Selbstständigkeit als Mediator*in ist grundsätzlich möglich, aber der Erfolg hängt stark von Positionierung, Netzwerk, Qualitätssicherung und Marketing ab. Laudius adressiert das Thema explizit und bietet einen kostenlosen Ratgeber „Erfolgreich in die Selbstständigkeit“ (Businessplan, rechtliche Grundlagen, Marketing/Branding, Finanzmanagement).

Was in der Praxis typischerweise funktioniert:

  • Du startest als Mediator*in oft nicht „bei null“, sondern nutzt deinen bisherigen Beruf als Anker (z. B. HR + Mediation, Pädagogik + Mediation, Recht + Mediation).
  • Du kombinierst Mediation mit Training/Workshops (Konfliktkompetenz, Gesprächsführung, Deeskalation) – das ist häufig leichter skalierbar als reine Fallmediation.
  • Du baust Referenzen über Kooperationen auf: Beratungsstellen, Kanzleien, HR-Netzwerke, Träger, Firmenkontakte.

Erfolgsaussichten: Was ist realistisch?

„Erfolg“ in der Mediation ist selten ein schneller Effekt, sondern eher ein sauberer Aufbau:

  • Kompetenz (Methoden + Haltung + Übung)
  • Praxisfälle (echte Mediationen, Reflexion, Supervision)
  • Vertrauen am Markt (Positionierung, Empfehlungen, ggf. anerkannte Standards)

Wenn du den Laudius-Kurs als berufsbegleitende Qualifikation nutzt, ist der Return oft schnell spürbar: weniger eskalierende Gespräche, bessere Verhandlungen, mehr Souveränität in Konflikten. Wenn du dagegen eine vollständige berufliche Neuorientierung nur über Mediation planst, solltest du parallel sehr bewusst an Profil, Praxis, Netzwerk und ggf. weiterführenden Qualifikationsbausteinen arbeiten – insbesondere, wenn du langfristig die Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ nach ZMediatAusbV anstrebst.

Für wen ist Laudius „Mediator*in (Laudius gepr.)“ besonders sinnvoll?

Wenn du eine strukturierte, flexible und praxisnah ausgerichtete Mediationsweiterbildung suchst, die du neben Beruf und Alltag absolvieren kannst, ist der Laudius-Fernkurs fachlich und organisatorisch klar darauf ausgelegt: 10 Module, Online-Übungsanteile, Dozentenbetreuung, Abschluss über Prüfungsleistungen/Rollenspiel – und transparent ausgewiesene Kosten.

Am meisten lohnt sich der Kurs für dich, wenn du entweder (a) in einem Berufsfeld arbeitest, in dem Konflikte regelmäßig auftreten, oder (b) du perspektivisch ein Beratungs-/Vermittlungsprofil (angestellt oder selbstständig) aufbauen willst – Schritt für Schritt, mit Praxisfällen und sauberer Positionierung

Diese Kurse könnten auch etwas für dich sein: Coaching Spezialisierungen

Fernschulen: Kostenloses Infomaterial – JETZT gratis anfordern!

Das könnte dich auch interessieren