Laudius Compliance Officer Weiterbildung online: Kosten, Inhalte, Ablauf, Karrierechancen und Selbstständigkeit
Compliance ist in vielen Unternehmen vom „nice to have“ zur Pflichtdisziplin geworden. Neue und strengere Vorgaben, steigende Haftungsrisiken, komplexe Lieferketten und die Erwartung an ethisches Handeln erhöhen den Druck, Regeln nicht nur zu kennen, sondern wirksam in Organisationen zu verankern. Genau hier setzt der Laudius Fernlehrgang „Compliance Officer (Laudius gepr.)“ an: Du lernst, gesetzliche, regulatorische und interne Anforderungen systematisch umzusetzen, Risiken zu bewerten und eine Compliance-Organisation aufzubauen, die in der Praxis funktioniert. Laudius betont zudem die praxisorientierte Vorbereitung auf Anforderungen des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) und stellt heraus, dass du mit dem Abschluss die dort geforderte Fachkunde erfüllen sollst.
Im Folgenden bekommst du einen vollständigen Überblick zu Kosten, Kursinhalten, Lernmethode, Nutzen, Zielgruppe, Jobperspektiven, Selbstständigkeit und den wichtigsten Faktoren für Erfolg im Compliance-Umfeld.
Kosten: Was kostet der Fernkurs Compliance Officer bei Laudius?
Laudius bietet zwei Varianten: digitale Kursunterlagen oder gedruckt + digital. Der Kurs läuft im 6-Ratenmodell (Regelstudiendauer 6 Monate). Auf der Kursseite sind jeweils Aktionspreis und regulärer Preis ausgewiesen.
Kursgebühren (6 Monatsraten)
- Gedruckt + digital: 6 × 163,00 € (Aktionspreis) bzw. 6 × 233,00 € (regulär)
- Digital: 6 × 160,00 € (Aktionspreis) bzw. 6 × 229,00 € (regulär)
Der Kurs ist jederzeit startbar und kann 4 Wochen kostenlos getestet werden.
Förderung: 100 % per Bildungsgutschein möglich (AZAV)
Laudius weist den Kurs als AZAV-zertifiziert aus und nennt die Möglichkeit, dass die Weiterbildung über Bildungsgutschein (Agentur für Arbeit/Jobcenter) zu 100 % gefördert werden kann, sofern die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Was bietet die Compliance Officer Weiterbildung online? Inhalte und Lernziele im Überblick
Laudius beschreibt die Rolle des Compliance Officers als verantwortlich für Entwicklung und Überwachung der Einhaltung gesetzlicher/regulatorischer sowie selbst gesetzter ethischer Anforderungen – mit dem Ziel, Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeitende vor Verstößen und Sanktionen zu schützen.
Lehrgangsinhalt
- Der Kurs umfasst folgende Themenfelder:
- Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen
- Compliance in unterschiedlichen Unternehmensbereichen
- Umsetzung & Risiko-Analyse
- Organisation des Compliance Managements
- Compliance-Kommunikation
- Compliance-Konzeption und Corporate Social Responsibility (CSR)
- 2 Online-Seminare zu Fachthemen inkl. FAQ-Session
Was du fachlich können sollst
Aus diesen Bausteinen ergibt sich ein praxisrelevantes Kompetenzprofil, das typischerweise in Unternehmen gefragt ist:
- Compliance-Anforderungen identifizieren (Gesetze, Richtlinien, Branchenstandards)
- Risiken systematisch einschätzen (Risikobewertung, Priorisierung, Kontrollen)
- Organisation und Prozesse definieren (Rollen, Eskalationswege, Reporting)
- Kommunikation und Schulung konzipieren (Awareness, Richtlinien, Trainingslogik)
- Wirksamkeit prüfen (Kontrollmechanismen, Nachweise, Verbesserungszyklen)
Umfang, Dauer und Voraussetzungen – Studienmaterial und Online-Seminare
Laudius nennt: 6 Lehrgangsmodule mit 18 Lernheften sowie 2 Online-Seminare.
Regelstudienzeit und Zeitaufwand
- 6 Monate Regelstudiendauer
- ca. 6 Stunden pro Woche empfohlen
- flexible Anpassung möglich; bei langsamerem Vorgehen ist eine kostenlose Verlängerung um bis zu 36 Monate möglich.
Teilnahmevoraussetzungen
Spezielle Vorkenntnisse sind laut Laudius nicht notwendig. Empfohlen werden Grundkenntnisse der BWL sowie ein grundlegendes Verständnis von Gesetzestexten.
Betreuung und Qualitätsrahmen
- Persönliche Dozentin momentan: Frau Saskia A. Rotterdam
- ZFU-Zulassungs-Nr. 7461124
Wie lernt man? Fernstudium über Online-Campus
Laudius beschreibt das Lernsystem als Kombination aus Selbststudium und Webinaren/Online-Seminaren, um Theorie anhand von Praxisbeispielen umzusetzen.
- Online-Campus: Zugriff, Austausch und Einsendeaufgaben
- Du erhältst nach der Anmeldung deinen Login und kannst direkt starten.
- Lektionen können auf PC/Laptop/Smartphone/Tablet/E-Reader genutzt, gespeichert und bei Bedarf ausgedruckt werden.
- Einsendeaufgaben werden im Online-Campus bearbeitet und eingereicht; die Dozentin bewertet, benotet und gibt Feedback.
- Austausch mit anderen Teilnehmenden und direkte Kontaktmöglichkeit zur Dozentin sind vorgesehen.
Optional: gedruckte Unterlagen
Gegen Aufpreis erhältst du zusätzlich gedruckte Kursunterlagen im Ordner (als Nachschlagewerk; nicht gebunden, einzelne Seiten herausnehmbar).
Abschluss: Was bekommst du am Ende?
Als Studienabschluss nennt Laudius ein Laudius-Zertifikat bei erfolgreicher Kursteilnahme. Zusätzlich wird auf der Kursseite betont, dass du mit erfolgreichem Abschluss die Anforderungen des HinSchG hinsichtlich der geforderten Fachkunde erfüllen sollst.
Wichtig: Es handelt sich um ein institutsinternes Zertifikat (kein akademischer Grad). In der Praxis kann ein solcher Abschluss jedoch ein sehr nützlicher Nachweis sein – insbesondere, wenn du bereits im Unternehmensumfeld tätig bist und deine Compliance-Rolle formalisieren oder erweitern möchtest.
Warum lohnt sich die Weiterbildung zum Compliance Officer?
1) Compliance ist ein Wachstumsfeld mit hoher Relevanz
Laudius betont, dass fachlich kompetente Compliance Officers aufgrund neuer Gesetze am Arbeitsmarkt gefragt sind.
Unabhängig vom Anbieter gilt: In vielen Branchen ist Compliance heute eng mit Risiko, Reputation und Governance verbunden – und damit ein Thema, das auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten nicht „verschwindet“.
2) Du lernst den Transfer von Recht in Organisation
Viele können Gesetzestexte lesen; die eigentliche Herausforderung ist die Umsetzung in Richtlinien, Rollen, Kontrollen und Kommunikationsprozesse. Der Kurs legt explizit Wert auf den Transfer in eine wirksame Compliance-Organisation und Wirksamkeitskontrollen.
3) Praxisbezug durch Webinare und Beispiele
Die Kombination aus Selbststudium und Online-Seminaren inklusive FAQ-Session ist besonders wertvoll, weil typische Praxisfragen selten „nur“ im Skript beantwortet werden: Wie dokumentiere ich Kontrollen? Wie formuliere ich Richtlinien verständlich? Wie setze ich Trainings auf? Wie gehe ich mit Widerständen um?
4) Berufsbegleitend machbar
6 Monate bei ca. 6 Stunden pro Woche sind ein realistischer Rahmen, wenn du bereits arbeitest. Gleichzeitig bietet Laudius die Möglichkeit, kostenlos deutlich zu verlängern.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Laudius beschreibt den Kurs als passend, wenn du:
- bereits Berührungspunkte mit Compliance hattest und dich gezielt als Compliance Officer vorbereiten willst,
- als Geschäftsführer*in oder Führungskraft dein Compliance-Wissen auffrischen möchtest,
- als Einsteiger*in mit wirksamem Compliance Management beruflich weiterkommen willst,
- Interesse an Gesetzestexten und der praktischen Umsetzung im Unternehmen hast,
- Freude an Kommunikation und Umgang mit Menschen mitbringst.
- Aus Praxissicht ist der Kurs besonders sinnvoll für Profile wie:
- HR/People, Finance/Controlling, Einkauf/Supply Chain, Qualitätsmanagement, Datenschutz-/Informationssicherheitsnahe Rollen
- Projektmanager*innen oder Teamleitungen, die Governance/Regeln mitverantworten
- Personen, die künftig HinSchG-nahe Prozesse organisatorisch betreuen sollen (Hinweisgebersysteme, Meldestrecken, Dokumentation)
Wo kannst du später arbeiten? Typische Einsatzfelder
Mit Compliance-Kompetenz kannst du in vielen Branchen und Unternehmensgrößen arbeiten – besonders dort, wo Regulatorik, Verträge, Lieferketten oder sensible Daten eine Rolle spielen. Typische Rollen (je nach Vorwissen und Seniorität):
- In Unternehmen (intern)
- Compliance Officer / Compliance Manager (Aufbau/Weiterentwicklung des CMS)
- Hinweisgeberschutz / Whistleblowing Case Management (Prozess, Dokumentation, Koordination)
- GRC (Governance, Risk, Compliance)-nahe Funktionen
- Risikomanagement oder Interne Kontrollsysteme (IKS)
- HR-Compliance (Richtlinien, Schulungen, Führungs- und Mitarbeiterprozesse)
- Einkauf/Lieferkette (Supplier Code of Conduct, CSR, Risikoanalysen)
- Qualitäts-/Regulatory Affairs (je nach Branche)
- Bei Dienstleistern/extern
- Beratungen für Compliance-Programmaufbau, Richtlinien, Trainings, Audits/Vorbereitungen
- Anbieter rund um Hinweisgebersysteme (Implementierung/Prozessberatung)
- Schulungsanbieter (Compliance-Awareness, verpflichtende Trainingskonzepte)
Kannst du dich selbstständig machen? Ja – mit klarer Positionierung
Grundsätzlich ist Selbstständigkeit im Compliance-Umfeld möglich, aber in der Praxis hängt sie stark von deinem Profil, deiner Erfahrung und deiner Spezialisierung ab.
Realistische Selbstständigkeitsmodelle
- Compliance-Aufbaupakete für KMU: Code of Conduct, Richtlinienstruktur, Rollenmodell, Dokumentation, Trainingsplan
- Schulungen & Awareness-Programme: Präsenz/online, Führungskräfte-Trainings, E-Learning-Konzeption
- HinSchG-Unterstützung: Prozessdesign, Meldestrecken, Kommunikationsmaterial, interne Richtlinien und FAQs (ohne Rechtsberatung)
- Risikobewertungen & Kontrolldesign (Methodik, Templates, Implementierung)
Wichtige Abgrenzung
Als externer Compliance-Berater musst du sauber unterscheiden zwischen:
- organisatorischer Compliance-Beratung (Prozesse, Kontrollen, Schulung, Dokumentation)
- Rechtsberatung (darfst du in Deutschland nur mit entsprechender Zulassung anbieten)
Die meisten erfolgreichen Solo-Angebote sind umsetzungsorientiert: „Ich helfe euch, euer Compliance-System aufzusetzen und im Alltag zum Laufen zu bringen.“
Erfolg im Compliance-Job: Was entscheidet wirklich?
Erfolg als Compliance Officer ist weniger „Paragraphenwissen“ und mehr eine Kombination aus Fachlichkeit, Kommunikation und Governance-Design. Die wichtigsten Hebel:
- Risikoorientierung: Nicht alles gleich behandeln. Priorisieren nach Risiko und Business-Relevanz.
- Pragmatische Prozesse: Richtlinien und Kontrollen müssen im Alltag funktionieren – sonst werden sie umgangen.
- Kommunikation & Training: Compliance ist Verhaltensänderung, keine PDF-Sammlung. Der Kurs betont explizit Compliance-Kommunikation.
- Wirksamkeitsnachweise: Dokumentation, Kontrollen, regelmäßige Reviews – das schützt in Prüfungen und im Incident-Fall.
- Stakeholder-Management: Legal, HR, Finance, Einkauf, IT, Betriebsrat, Management – Compliance ist Querschnitt.
- Unabhängigkeit + Integrität: Glaubwürdigkeit ist die Währung des Compliance Officers.
Wenn du diese Punkte beherrschst, steigen deine Chancen deutlich – sowohl intern (Karriere) als auch extern (Beratungsprojekte).
Lohnt sich der Laudius Fernkurs Compliance Officer?
Der Laudius Fernlehrgang „Compliance Officer (Laudius gepr.)“ ist eine kompakte, berufsbegleitende Weiterbildung mit 6 Modulen (18 Lernhefte) und 2 Online-Seminaren. Du lernst rechtliche Grundlagen, Risikoanalyse, Organisation des Compliance Managements, Kommunikation sowie Compliance-Konzeption/CSR – und arbeitest im Online-Campus mit Einsendeaufgaben und Feedback der Dozentin. Kostenmäßig liegt der Kurs – je nach Variante und Rabattstatus – bei 6×160/229 € (digital) bzw. 6×163/233 € (Print+Digital), ist 4 Wochen kostenlos testbar und laut Anbieter AZAV-förderfähig.
Wenn du Compliance im Unternehmen professionell aufbauen oder mittragen willst (insbesondere mit Blick auf moderne Anforderungen wie HinSchG), ist der Kurs ein sinnvoller Einstieg oder Profilbaustein – vor allem durch die klare Struktur, den Praxisbezug über Online-Seminare und den Fokus auf Umsetzung und Wirksamkeitskontrolle.