Zum Inhalt springen
Lesezeit: 2 Minuten

Letzt Aktualisierung am 16. Februar 2026


Lernplan fürs Fernstudium: einfache Vorlage, mit der du wirklich dranbleibst

Viele starten ein Fernstudium motiviert — und hören einige Wochen später wieder auf. Nicht wegen fehlender Fähigkeit, sondern wegen fehlender Struktur.

Ein Fernkurs scheitert fast nie am Stoff, sondern an ungeplanten Tagen. Ein guter Lernplan bedeutet nicht, möglichst viel zu lernen. Er sorgt dafür, dass du regelmäßig lernst. Interessant hierzu: Laudius Kosten & Dauer

Warum klassische Lernpläne nicht funktionieren

Die meisten erstellen einen Plan so:

  • mehrere feste Abende
  • große Zeitblöcke
  • ehrgeizige Ziele

Das Problem: Der Plan passt nur zu idealen Wochen. Sobald Arbeit oder Alltag dazwischenkommt, bricht er komplett weg. Sier hierzu auch: Laudius Erfahrungen

Ein funktionierender Lernplan muss auch in stressigen Wochen bestehen.

Die Grundregel eines stabilen Lernplans

Nicht maximale Lernzeit planen, sondern minimale verlässliche Lernzeit.

Statt:
„Ich lerne jeden zweiten Tag zwei Stunden“

besser:
„Ich lerne immer Dienstag und Donnerstag 20 Minuten“

Das klingt wenig, sorgt aber für Routine. Und Routine entscheidet über Abschluss oder Abbruch.

Die einfache Lernplan-Vorlage

Du brauchst nur drei feste Elemente:

  1. Startzeit

Immer gleiche Uhrzeit
→ reduziert inneren Widerstand

  1. Mindestdauer

Sehr klein wählen
→ verhindert Aufschieben

  1. Erweiterungszeit

Optional verlängern, wenn Energie da ist
→ Fortschritt ohne Druck

Beispielplan (anpassbar)

WochentagMindestzeitErweiterung
Dienstag20 Minuten+40 Minuten
Donnerstag20 Minuten+40 Minuten
Samstag30 Minuten+60 Minuten

Wichtig: Nur die Mindestzeit zählt als Pflicht. Alles darüber ist Bonus.

Warum das funktioniert

Das Gehirn akzeptiert kleine Aufgaben leichter. Sobald du begonnen hast, lernst du oft länger automatisch.

Der schwierigste Teil ist nicht das Lernen — sondern das Anfangen.

Ein kleiner Plan reduziert genau diese Hürde.

Umgang mit schlechten Wochen

Der häufigste Fehler ist „nachholen wollen“.

Wenn du Termine verpasst:

  • Nicht kompensieren
  • Einfach beim nächsten Termin weitermachen

Nachholen zerstört Routine. -> Motivation im Fernstudium
Fortsetzen erhält sie.

Wie du Motivation stabil hältst

Motivation entsteht nicht vor dem Lernen, sondern danach.

Deshalb hilft:

  • Fortschritt sichtbar machen
  • kleine Einheiten abschließen
  • feste Endpunkte setzen

Je öfter du startest, desto leichter wird es.

Wann du den Plan anpassen solltest

Erst nach 3–4 stabilen Wochen. Vorher wirkt jeder Plan instabil, weil Gewohnheit fehlt. Zu frühes Optimieren führt fast immer zurück zum Abbruch.

Der Lehrplan muss vor allem eingehalten werden

Ein funktionierender Lernplan ist nicht ambitioniert — sondern zuverlässig.

  • Kleine feste Einheiten schlagen große Vorsätze.
  • Nicht die Intensität entscheidet, sondern die Wiederholung.

Wenn dein Plan auch in schlechten Wochen funktioniert, funktioniert meist das gesamte Fernstudium. Wenn du einen guten Fernkurs suchst, dann empfehlen wir Laudius -> Zur Laudius Kursübersicht

Nächste sinnvolle Fragen

  • Wie viel Zeit pro Woche ist realistisch nötig?
  • Wie schaffe ich das neben Arbeit?
  • Was passiert, wenn ich unterbreche?

(Diese Punkte helfen dir bei der Entscheidung.)

FAQ zum Lernplan fürs Fernstudium

  1. Wie viel Zeit pro Woche ist realistisch nötig?

    Für die meisten Fernkurse reichen 2–4 Stunden pro Woche, wenn sie konsequent eingehalten werden. Entscheidend ist nicht die Gesamtzeit, sondern die Regelmäßigkeit. Drei feste Einheiten à 20–30 Minuten funktionieren langfristig besser als ein einzelner mehrstündiger Lernblock.

  2. Warum sind kleine Lerneinheiten effektiver als lange Sessions?

    Kleine Einheiten senken die mentale Einstiegshürde. Das Gehirn akzeptiert kurze Aufgaben leichter, wodurch du häufiger beginnst. Nach dem Start verlängert sich die Lernzeit oft automatisch. Lange Sessions scheitern dagegen häufig am Aufschieben, weil sie mental „teuer“ wirken.

  3. Was mache ich, wenn ich einen Termin verpasse?

    Nicht nachholen.
    Du setzt einfach beim nächsten geplanten Termin fort. Nachholen zerstört die Routine, weil dein Plan unberechenbar wird. Ein stabiler Rhythmus ist wichtiger als vollständige Wochen.

  4. Wie schaffe ich das Lernen neben Arbeit oder Familie?

    Nutze feste, kurze Zeitfenster mit immer gleicher Startzeit (z. B. Dienstag 19:30 Uhr, 20 Minuten). Der Aufwand wirkt dadurch planbar und kollidiert weniger mit Alltagspflichten. Der Lernplan soll sich in dein Leben integrieren — nicht umgekehrt.

  5. Wann sollte ich meinen Lernplan anpassen?

    Erst nach 3–4 stabilen Wochen.
    Vorher fehlt noch die Gewohnheit, wodurch jeder Plan instabil wirkt. Zu frühe Änderungen führen meist dazu, dass du wieder komplett neu anfängst — und genau das erhöht die Abbruchquote.

  6. Wie halte ich meine Motivation langfristig aufrecht?

    Motivation entsteht durch erlebten Fortschritt, nicht durch Vorsätze. Hilfreich sind:
    abgeschlossene kleine Lerneinheiten
    sichtbarer Fortschritt (Checkliste, Häkchenliste)
    klare Endpunkte pro Sitzung
    Je öfter du beginnst, desto leichter fällt dir der nächste Start.

  7. Woran erkenne ich, ob mein Lernplan funktioniert?

    Ein funktionierender Plan hält auch in stressigen Wochen.
    Wenn du selbst bei wenig Zeit regelmäßig die Mindestdauer einhältst, ist der Plan richtig gewählt. Verpasst du dagegen häufig Termine, ist er zu ambitioniert — nicht du zu unmotiviert.

Über den Autor