Zum Inhalt springen
Lesezeit: 4 Minuten

Laudius Musiktherapie Fernkurs: Kosten, Inhalte und Perspektiven im Überblick

Du interessierst dich für Musiktherapie, willst aber flexibel von zu Hause aus lernen – und am Ende möglichst konkrete Anwendungsmöglichkeiten haben? Dann ist der Fernlehrgang „Musiktherapie“ von Laudius eine Option, die Theorie, Praxisanteile und betreute Lernphasen kombiniert. Unten findest du exakte Kosten ohne Rabatt, die wichtigsten Kursinhalte, die Lernform und eine realistische Einordnung zu Jobchancen, Einsatzfeldern und Selbstständigkeit.

Was kostet Laudius Musiktherapie?

Laudius zeigt auf der Kursseite zwei Kursvarianten mit monatlicher Zahlung. Ohne Rabatt liegen die Gebühren bei:

  • Digitale Kursunterlagen: 12 × 119,00 € (insgesamt 1.428,00 €)
  • Gedruckte + digitale Kursunterlagen: 12 × 129,00 € (insgesamt 1.548,00 €)

Was bietet der Kurs? Inhalte, Aufbau, Abschluss

Der Laudius Musiktherapie Fernkurs ist als umfassende Einführung in musiktherapeutisches Arbeiten konzipiert – inklusive psychologischer und diagnostischer Grundlagen. Laut Laudius erhältst du 9 Lehrgangsmodule mit 36 Lernheften, plus ein Online-Seminar und ein Präsenzseminar.

Inhaltlich deckt der Kurs u. a. folgende Themen ab (Auszug der Kursseite):

  • Grundlagen der Musiktherapie
  • Musikmedizin
  • rezeptive und aktive Musiktherapie
  • klinische Psychologie und Diagnostik
  • therapeutische Grundlagen, Gesprächsführung und Rollenverständnis
  • Fallbeispiele aus der Musiktherapie

Dauer & Zeitaufwand: Regelstudienzeit sind 12 Monate bei etwa 8 Stunden pro Woche. Du kannst schneller oder langsamer lernen; eine längere Bearbeitung ist laut Laudius in weitem Umfang möglich.

Abschlüsse von Laudius Musitherapie

  • Laudius-Zeugnis (Grundwissen der Musiktherapie) bei erfolgreicher Bearbeitung der Einsendeaufgaben und Modulabschlussprüfungen.
  • Laudius-Zertifikat (Musiktherapie) zusätzlich mit Online-Seminar, Praktikumsnachweis und Abschlussprüfung. Wer eine Heilerlaubnis nachweist, kann laut Laudius zusätzlich das Zertifikat „Musiktherapeut*in“ erhalten.

Wie lernt man? Fernlernen, Betreuung und Praxisanteile

Der Laudius Musiktherapie Kurs ist eindeutig auf flexibles Heimstudium ausgelegt – mit digitalem Campus und betreuten Einsendeaufgaben. Du bekommst nach Anmeldung einen Zugang zum Online Campus, kannst Lektionen digital herunterladen (auch mobil) und Aufgaben online einreichen. Feedback und Bewertung kommen von der Betreuung/Dozentin.

So läuft das Lernen typischerweise ab:

  • Du arbeitest Module im eigenen Tempo durch (digital; optional gedruckt gegen Aufpreis).
  • Du bearbeitest Einsendeaufgaben und bekommst Rückmeldung.
  • Du nimmst an einem Online-Seminar und einem Präsenzseminar teil (für Praxisnähe und Transfer).
  • Zusätzlich empfiehlt Laudius ein 5-tägiges Praktikum in einer passenden Einrichtung (z. B. Klinik, Pflegeheim, Hospiz, Förderschule, Reha).

Genau diese Mischung ist ein zentraler Punkt: Du lernst nicht nur „über“ Musiktherapie, sondern übst, reflektierst und bekommst – je nach Umsetzung – Einblicke in reale Settings.

Warum lohnt sich der Kurs Laudius Musiktherapie? Nutzen und Mehrwert in der Praxis

Der Kurs kann sich lohnen, wenn du ein klares Ziel hast: Musik nicht nur pädagogisch oder „wellness-orientiert“, sondern methodisch fundiert in unterstützenden/therapienahen Kontexten einzusetzen. Musiktherapie wird als gezielter Einsatz von Musik innerhalb einer therapeutischen Beziehung beschrieben – mit dem Ziel, seelische, körperliche und geistige Gesundheit zu fördern.

Besonders sinnvoll ist der Lehrgang oft dann, wenn du …

  • bereits in Pflege, Pädagogik, Sozialarbeit, Coaching, Therapie oder Medizin arbeitest und musikbasierte Interventionen sauberer einordnen willst,
  • eine strukturierte Weiterbildung suchst, die Methoden, Diagnostik-Basics und Gesprächsführung verbindet,
  • dir ein Feld mit vielfältigen Einsatzorten eröffnen möchtest (mehr dazu unten).

Für wen ist der Fernkurs geeignet?

Laudius richtet den Lehrgang an zwei Gruppen: Menschen mit Heilerlaubnis, die musiktherapeutisch arbeiten wollen – und Menschen ohne Heilerlaubnis, die Musiktherapie-Wissen in ihre bestehende Arbeit integrieren möchten.

Typische Zielgruppen (zusammengefasst nach Kursseite):

  • Ärztinnen, Heilpraktikerinnen, Psychotherapeutinnen, Psychologinnen (mit Heilerlaubnis/entsprechendem Rahmen)
  • (Sozial-)Pädagoginnen, Pflegefachkräfte, Heilpädagoginnen, Musikpädagog*innen, Seelsorge, Ehrenamtliche und Interessierte
  • Teilnahmevoraussetzungen sind laut Laudius: Mindestalter 25 Jahre und mittlere Reife.

Wo kannst du später arbeiten? Typische Arbeitsfelder

Musiktherapie findet in Deutschland in sehr unterschiedlichen Bereichen statt – besonders dort, wo Menschen Unterstützung bei emotionalen, psychosischen oder körperlichen Herausforderungen brauchen. Auch Laudius nennt als Praktikumsorte u. a. Kliniken, Pflegeheime, Förderschulen, Reha-Zentren, Hospize und Praxen.

Konkrete Arbeitsfelder (praxisnah zusammengefasst):

  • Kliniken/Reha (z. B. Psychiatrie, Psychosomatik, Geriatrie, Neurologie – je nach Trägerstruktur)
  • Pflege & Geriatrie (aktivierend, biografieorientiert, zur Stress- und Emotionsregulation)
  • Hospiz & Palliative Care (Begleitung, Entlastung, Lebensqualitätsfokus)
  • Kinder- & Jugendhilfe / Förderschulen (Kommunikation, Ausdruck, Entwicklungsförderung)
  • Musikschulen (als anerkanntes/etabliertes Feld im Kontext Musiktherapie an Musikschulen)

Wenn du dir ein Bild vom Arbeitsmarkt machen willst: Stellenangebote finden sich u. a. über die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit.

Kannst du dich selbstständig machen?

Grundsätzlich: Ja, Selbstständigkeit ist möglich – aber sie hängt stark davon ab, in welchem Rahmen du arbeiten willst.

Wichtig ist die berufsrechtliche Realität: In Deutschland ist der Beruf nicht gesetzlich reguliert und der Titel „Musiktherapeut*in“ ist nicht geschützt. Das heißt einerseits: Es gibt unterschiedliche Ausbildungswege und Qualitätsniveaus (und genau deshalb fordern Fachverbände teils stärkere Regelungen).

Für die Selbstständigkeit bedeutet das praktisch:

  • Wenn du heilkundlich/psychotherapeutisch arbeiten willst (also mit Behandlung von Krankheiten im rechtlichen Sinn), brauchst du in der Regel eine entsprechende Heilerlaubnis bzw. musst innerhalb deiner berufsrechtlichen Befugnisse handeln (Laudius knüpft sein „Musiktherapeut*in“-Zertifikat ebenfalls an den Nachweis einer Heilerlaubnis).
  • Wenn du präventiv, begleitend, pädagogisch oder ressourcenorientiert arbeitest (z. B. Gruppenangebote, Stressregulation, Aktivierung in Einrichtungen, musikbasierte Förderung), ist Selbstständigkeit oft einfacher zu strukturieren – trotzdem solltest du deine Angebote sauber beschreiben und abgrenzen.

Erfolg: Wie realistisch sind Jobchancen und was erhöht deine Chancen?

„Erfolg“ in diesem Feld heißt meistens: Du baust dir ein stimmiges Profil auf (Zielgruppe + Setting + Methode + rechtlicher Rahmen). Da Musiktherapie in Deutschland in vielen Kliniken eingesetzt wird, ist das Feld sichtbar – gleichzeitig gibt es Diskussionen um Ausbildungsstandards und Regulierung.

Was deine Erfolgschancen typischerweise verbessert:

  • Du bringst einen passenden Grundberuf mit (z. B. Pflege, Pädagogik, Psychologie, Therapie) und integrierst Musiktherapie dort sinnvoll.
  • Du nutzt Praktikum/Seminare, um echte Fallpraxis und Referenzen aufzubauen.
  • Du positionierst dich klar (z. B. Arbeit mit Kindern, Gerontopsychiatrie, Palliativbegleitung, psychosomatische Gruppen).
  • Du orientierst dich an professionellen Standards und Qualitätsrahmen (z. B. über Berufsbild-Dokumente/Verbandsorientierung).

Für wen ist der Fernkurs Laudius Musiktherapie besonders sinnvoll?

Der Laudius Fernkurs Musiktherapie ist vor allem dann stark, wenn du flexible Weiterbildung willst, aber nicht nur „ein bisschen Musik“ einsetzen möchtest, sondern methodisch und reflektiert. Du bekommst strukturierte Inhalte, betreute Aufgaben, Online- und Präsenzanteile sowie einen empfohlenen Praxiseinstieg über ein Praktikum.

Wenn du bereits in einem sozialen, pädagogischen oder gesundheitlichen Kontext arbeitest, kann der Kurs dir helfen, Musikinterventionen fachlich sauber zu planen und verantwortungsvoll umzusetzen. Wenn du hingegen eine klassische „staatlich geregelte“ Berufslaufbahn erwartest, ist es wichtig, die Rahmenlage zu kennen: Musiktherapie ist in Deutschland verbreitet, aber nicht einheitlich reguliert – und genau deshalb ist deine persönliche Positionierung (und ggf. Heilerlaubnis) der Schlüssel.

Diese Kurse könnten auch etwas für dich sein: Heilpraktiker & Therapieformen

Fernschulen: Kostenloses Infomaterial – JETZT gratis anfordern!

Das könnte dich auch interessieren