Zum Inhalt springen
Fernschulen Deutschland > ILS – Institut für Lernsysteme

ILS – Institut für Lernsysteme

ILS Fernschule

Überblick: Was ist das ILS?

Das ILS – Institut für Lernsysteme (rechtlich: ILS Institut für Lern- und Bildungssysteme GmbH) ist eine der bekanntesten deutschen Fernschulen und bietet berufsbegleitende Weiterbildung sowie schulische Abschlüsse im Fernunterricht an. Sitz des Instituts ist Hamburg (Stadtteil Rahlstedt).


Das Grundprinzip:Teilnehmende lernen zeit- und ortsunabhängig mit didaktisch aufbereiteten Studienunterlagen und digitaler Lernumgebung – ergänzt durch persönliche Betreuung, Korrekturen, Prüfungsvorbereitung und (je nach Lehrgang) Präsenzphasen oder Einsendeaufgaben.

Historie und Trägerschaft

Gegründet wurde das ILS 1977 durch Bertelsmann; seit 1997 gehört es zur Klett Gruppe.
In verschiedenen Quellen wird das ILS zudem als größter Anbieter seiner Branche beschrieben. Das Institut selbst positioniert sich als „Deutschlands größte Fernschule“.

Angebotsspektrum: Von Schulabschlüssen bis Karriere-Weiterbildung

Institut für Lernsysteme - ILS

Das ILS deckt ein sehr breites Portfolio an Fernlehrgängen ab. Dazu gehören insbesondere:

Schulabschlüsse nachholen: z. B. Realschulabschluss und Abitur im Fernunterricht, inklusive strukturierter Vorbereitung auf staatliche Prüfungen (je nach Bundesland und Regelung).

Berufliche Qualifizierungen und Umschulungsnahe Lehrgänge: viele Programme sind auf konkrete Jobprofile und Kompetenzen zugeschnitten – von kaufmännischen Themen über IT bis zu Gesundheit und Pädagogik.

Zertifikatslehrgänge und anerkannte Abschlüsse: Je nach Lehrgang schließen Teilnehmende mit institutseigenen Zeugnissen/Zertifikaten ab oder bereiten sich auf externe Prüfungen vor (z. B. Kammerprüfungen). Im Kursverzeichnis werden u. a. IHK-orientierte Weiterbildungen aufgeführt.

Wichtig: Das ILS ist kein „Hochschulstudium“ im universitären Sinne, sondern bietet primär Fernlehrgänge (Weiterbildung/Fernschule) an. Bei manchen Lehrgängen steht ein institutseigenes Abschlusszeugnis im Vordergrund, bei anderen die Vorbereitung auf staatliche oder kammerbezogene Prüfungen.

Lernform und Didaktik: So funktioniert Fernlernen beim ILS

Fernunterricht beim ILS ist typischerweise als Selbstlernphase mit Betreuung organisiert.

Kernelemente sind:

  • Studienunterlagen: Lehrbriefe bzw. digitale Lerneinheiten führen Schritt für Schritt durch den Stoff.
  • Einsendeaufgaben/Klausuren: Viele Lehrgänge arbeiten mit Aufgaben zur Lernkontrolle, die eingereicht und bewertet werden.
  • Betreuung durch Fernlehrer:innen/Expert:innen: Fragen werden fachlich beantwortet; Korrekturen geben Feedback und zeigen Lernfortschritte auf.
  • Digitale Lernumgebung: Ein Online-Studienzentrum unterstützt Organisation, Austausch und Zugriff auf Materialien. (Das ILS betreibt hierfür eine eigene Plattform.)

Der entscheidende Mehrwert gegenüber „reinem Selbststudium“ ist die Kombination aus didaktischer Struktur, regelmäßiger Rückmeldung und einem klaren Weg zum Abschluss.

Qualität und staatliche Zulassung: Warum das für Teilnehmende relevant ist

Ein zentraler Begriff im deutschen Fernunterricht ist die staatliche Zulassung von Fernlehrgängen durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU). Diese Zulassung prüft u. a. fachliche/didaktische Standards und Vertragsbedingungen und dient dem Verbraucherschutz.

Das ILS weist auf seiner Website explizit darauf hin, dass seine Fernlehrgänge staatlich geprüft und zugelassen sind.

  • ZFU-Zulassung bedeutet: Der Lehrgang als Fernunterrichtsangebot ist staatlich geprüft und zugelassen (Qualitäts- und Verbraucherschutzaspekt).
  • Anerkennung eines Abschlusses hängt davon ab, welcher Abschluss angestrebt wird (institutsinternes Zertifikat vs. externe staatliche/Kammer-Prüfung). Die ZFU unterscheidet diese Aspekte in ihren FAQ ausdrücklich.

Kurz: Zulassung stärkt Vertrauen in das Angebot – ersetzt aber nicht automatisch die Logik „jeder Abschluss ist staatlich anerkannt“, wenn es sich um ein institutseigenes Zeugnis handelt.

Zielgruppen: Für wen eignet sich das ILS besonders?

Das ILS richtet sich an Menschen, die flexibel lernen müssen oder wollen:

  • Berufstätige, die sich neben dem Job weiterqualifizieren
  • Personen in familiären Verpflichtungen (Kinder, Pflege)
  • Wiedereinsteiger:innen, die Kompetenzen auffrischen oder neue Profile aufbauen
  • Lernende mit dem Ziel, einen Schulabschluss nachzuholen und damit neue Bildungs- und Berufswege zu eröffnen

Gerade bei Schulabschlüssen ist die Kombination aus planbarer Struktur, Begleitung und Prüfungsvorbereitung häufig ausschlaggebend.

Service, Einstieg und „Testen“

Als niedrigschwelligen Einstieg bewirbt das ILS bei ausgewählten Angeboten eine kostenlose Testphase (z. B. „4 Wochen kostenlos testen“ beim Abitur-Lehrgang).


Solche Modelle sind im Fernlernmarkt verbreitet, weil Interessierte damit die didaktische Aufbereitung, den Umfang der Materialien und die persönliche Passung realistisch einschätzen können.

Besonderheiten und gesellschaftlicher Kontext

Fernunterricht erfüllt oft eine Brückenfunktion: Er macht Bildung zugänglich, wenn Präsenzmodelle schwer umsetzbar sind – etwa durch Arbeitszeiten, Wohnort, Mobilität oder Auslandsaufenthalte. In der historischen Darstellung wird beispielsweise erwähnt, dass das ILS im Auftrag des Auswärtiges Amt auch Schüler:innen betreut, die längere Zeit im Ausland sind.

Das zeigt: Fernlernen ist nicht nur „Weiterbildung nebenbei“, sondern kann in bestimmten Lebenslagen eine zentrale Bildungsinfrastruktur sein.

Einordnung

  • Rechtsform/Trägerschaft und Standort (Hamburg; Teil der Klett Gruppe)
  • Art der Angebote (Fernlehrgänge, Schulabschlüsse, berufliche Weiterbildungen)
  • Qualitätssicherung über ZFU-Zulassung (und die richtige Einordnung, was das bedeutet)
  • Lernmodell (selbstbestimmt + betreut, digitale Plattform, Einsendeaufgaben)
  • Flexibilität und Einstiegsmöglichkeiten (Testphase/Probestudium je nach Lehrgang)