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Laudius Kosten & Dauer: Wie teuer ist das Fernstudium wirklich – und wie lange dauert es realistisch?

Wer nach den Kosten eines Fernstudiums sucht, meint selten nur den Monatsbetrag.


Die eigentliche Frage ist:

Wie viel Zeit und Geld investiere ich insgesamt – und passt das zu meinem Alltag?

Denn bei Fernkursen entscheidet nicht die offizielle Mindestdauer, sondern dein persönliches Lerntempo. Genau hier entstehen die größten Fehlentscheidungen.

Die typische Preisstruktur eines Fernkurses

Fernkurse werden meist monatlich bezahlt. Auf den ersten Blick wirkt das überschaubar: ein fixer Betrag pro Monat, keine einmalige hohe Summe.

In der Praxis solltest du aber immer in drei Szenarien denken:

1) Optimistisches Szenario

Du lernst jede Woche konstant, hältst dein Tempo und schließt exakt in der geplanten Zeit ab.

→ Niedrigste Gesamtkosten

2) Realistisches Szenario

Urlaub, Krankheit, Stressphasen oder Motivationstiefs verlangsamen dich zwischendurch.

→ Die meisten Teilnehmer landen hier

3) Stress-Realität

Mehrere Wochen Pause, verschobene Lernblöcke, längere Motivationseinbrüche.

→ Höchste Gesamtkosten

Der Unterschied zwischen Szenario 1 und 3 kann mehrere Monate betragen — nicht wegen Schwierigkeit, sondern wegen Alltag.

Warum die Kursdauer fast nie der Prospektdauer entspricht

Die offizielle Dauer ist ein Richtwert unter idealen Bedingungen.


Die tatsächliche Dauer hängt vor allem von drei Faktoren ab:

  • Regelmäßigkeit (nicht Intensität)
  • Energie nach der Arbeit
  • Planung der Wochenroutine

Viele starten mit zu großen Lernblöcken („3 Abende pro Woche“) und reduzieren nach kurzer Zeit. Erfolgreicher ist meist das Gegenteil: kleine, feste Einheiten.

Konsequenz:

Wer langsam, aber konstant lernt, kommt häufig schneller ans Ziel als jemand mit ehrgeizigem Startplan.

Wie viel Zeit du realistisch pro Woche brauchst

Der wöchentliche Aufwand fühlt sich anders an als erwartet.

Nicht der Stoff ist das Problem — sondern die mentale Startenergie nach einem Arbeitstag.

Eine grobe Orientierung:

  • wenige Stunden/Woche → gut neben Vollzeit machbar, dauert länger
  • mittlerer Aufwand → zügiger Fortschritt, benötigt feste Planung
  • hoher Aufwand → schnell, aber nur mit freier Kapazität stabil

Der entscheidende Punkt:

Ein Plan, den du in stressigen Wochen trotzdem einhältst, ist wertvoller als ein perfekter Plan, den du nur zwei Wochen schaffst

Die eigentlichen Kosten: Geld + Energie

Viele rechnen nur finanziell.

Die größere Ressource ist meist Aufmerksamkeit.

Typische versteckte Kosten

  • verschobene Lernzeiten → Verlängerung
  • neu anfangen nach Pause → Zeitverlust
  • Aufschieben der Einsendeaufgaben → Motivationsbruch

Darum lohnt es sich, vor der Anmeldung zu klären:

Wann genau lerne ich – nicht ob ich lernen will.

Wann sich die Kosten lohnen

Ein Fernkurs rechnet sich besonders dann, wenn du:

  • Inhalte direkt anwenden kannst
  • ein konkretes Ziel verfolgst
  • ein Ergebnis daraus produzierst (Projekt, Portfolio, Tätigkeit)
  • den Kurs in deinen Alltag integrierst statt „dazwischen“

Dann wird aus monatlichen Kosten eine planbare Investition.

Wann es wahrscheinlich zu teuer wird

Unwirtschaftlich wird ein Fernkurs meist nicht wegen des Preises, sondern wegen fehlender Nutzung.

Typische Fälle:

  • diffuse Motivation („interessiert mich einfach“)
  • keine feste Lernzeit
  • Erwartung, dass Motivation dauerhaft spontan kommt
  • keine klare Idee, wie du das Wissen einsetzen willst

Dann verlängert sich die Dauer automatisch — und damit auch die Gesamtkosten.

Wie du vor der Anmeldung realistisch kalkulierst

Statt zu fragen: „Kann ich das schaffen?“ frage besser:

  • An welchem Wochentag lerne ich konkret?
  • Was fällt dafür weg?
  • Was mache ich in stressigen Wochen?

Wenn du darauf konkrete Antworten hast, stimmt meist auch die Kostenplanung.

Die Gesamtkosten sind abhängig von dir und deinem Alltag

  • Die monatlichen Gebühren sind planbar — die Gesamtkosten hängen vom Alltag ab.
    Ein Fernstudium ist weniger ein Preis-, sondern ein Routine-Projekt.
  • Wer regelmäßig kleine Einheiten lernt, zahlt selten mehr als geplant.
    Wer auf Motivation wartet, zahlt fast immer länger.

Darum entscheidet nicht der Anbieter über die Dauer, sondern dein Lernsystem.

Weitere wichtige Fragen vor der Anmeldung