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Laudius Musiktherapie – Organisation, Dauer und Lernaufwand erklärt

Lesezeit: 6 Minuten

Letzte Aktualisierung am 3. März 2026


Laudius Musiktherapie Fernkurs: Kosten, Inhalte und Perspektiven im Überblick

Du interessierst dich für Musiktherapie, willst aber flexibel von zu Hause aus lernen – und am Ende möglichst konkrete Anwendungsmöglichkeiten haben? Dann ist der Fernlehrgang „Musiktherapie“ von Laudius eine Option, die Theorie, Praxisanteile und betreute Lernphasen kombiniert. Unten findest du exakte Kosten ohne Rabatt, die wichtigsten Kursinhalte, die Lernform und eine realistische Einordnung zu Jobchancen, Einsatzfeldern und Selbstständigkeit. -> Beachte den Arbeitsaufwand im Fernlehrgang.

Was kostet Laudius Musiktherapie?

Laudius zeigt auf der Kursseite zwei Kursvarianten mit monatlicher Zahlung. Ohne Rabatt liegen die Gebühren bei:

  • Digitale Kursunterlagen: 12 × 119,00 € (insgesamt 1.428,00 €)
  • Gedruckte + digitale Kursunterlagen: 12 × 129,00 € (insgesamt 1.548,00 €)

Was bietet der Kurs? Inhalte, Aufbau, Abschluss

Der Laudius Musiktherapie Fernkurs ist als umfassende Einführung in musiktherapeutisches Arbeiten konzipiert – inklusive psychologischer und diagnostischer Grundlagen.Laut Laudius erhältst du 9 Lehrgangsmodule mit 36 Lernheften, plus ein Online-Seminar und ein Präsenzseminar. -> So erkennst du, ob ein Fernstudium neben Vollzeitjob sinnvoll für dich geeignet ist.

Inhaltlich deckt der Kurs u. a. folgende Themen ab (Auszug der Kursseite):

  • Grundlagen der Musiktherapie
  • Musikmedizin
  • rezeptive und aktive Musiktherapie
  • klinische Psychologie und Diagnostik
  • therapeutische Grundlagen, Gesprächsführung und Rollenverständnis
  • Fallbeispiele aus der Musiktherapie

Dauer & Zeitaufwand: Regelstudienzeit sind 12 Monate bei etwa 8 Stunden pro Woche. Du kannst schneller oder langsamer lernen; eine längere Bearbeitung ist laut Laudius in weitem Umfang möglich.-> Ein strukturierter Lernplan fürs Fernstudium hilft dir beim Durchhalten.

Abschlüsse von Laudius Musitherapie

  • Laudius-Zeugnis (Grundwissen der Musiktherapie) bei erfolgreicher Bearbeitung der Einsendeaufgaben und Modulabschlussprüfungen.
  • Laudius-Zertifikat (Musiktherapie) zusätzlich mit Online-Seminar, Praktikumsnachweis und Abschlussprüfung. Wer eine Heilerlaubnis nachweist, kann laut Laudius zusätzlich das Zertifikat „Musiktherapeut*in“ erhalten.

Wie lernt man? Fernlernen, Betreuung und Praxisanteile

Der Laudius Musiktherapie Kurs ist eindeutig auf flexibles Heimstudium ausgelegt – mit digitalem Campus und betreuten Einsendeaufgaben. Du bekommst nach Anmeldung einen Zugang zum Online Campus, kannst Lektionen digital herunterladen (auch mobil) und Aufgaben online einreichen. Feedback und Bewertung kommen von der Betreuung/Dozentin.

So läuft das Lernen typischerweise ab:

  • Du arbeitest Module im eigenen Tempo durch (digital; optional gedruckt gegen Aufpreis).
  • Du bearbeitest Einsendeaufgaben und bekommst Rückmeldung. -> Die Bewertung erfolgt über die Einsendeaufgabe im Fernstudium.
  • Du nimmst an einem Online-Seminar und einem Präsenzseminar teil (für Praxisnähe und Transfer).
  • Zusätzlich empfiehlt Laudius ein 5-tägiges Praktikum in einer passenden Einrichtung (z. B. Klinik, Pflegeheim, Hospiz, Förderschule, Reha).

Genau diese Mischung ist ein zentraler Punkt: Du lernst nicht nur „über“ Musiktherapie, sondern übst, reflektierst und bekommst – je nach Umsetzung – Einblicke in reale Settings.

Warum lohnt sich der Kurs Laudius Musiktherapie? Nutzen und Mehrwert in der Praxis

Der Kurs kann sich lohnen, wenn du ein klares Ziel hast: Musik nicht nur pädagogisch oder „wellness-orientiert“, sondern methodisch fundiert in unterstützenden/therapienahen Kontexten einzusetzen. Musiktherapie wird als gezielter Einsatz von Musik innerhalb einer therapeutischen Beziehung beschrieben – mit dem Ziel, seelische, körperliche und geistige Gesundheit zu fördern.-> Vermeide Aufschieben durch stabile Motivation im Fernstudium.

Besonders sinnvoll ist der Lehrgang oft dann, wenn du …

  • bereits in Pflege, Pädagogik, Sozialarbeit, Coaching, Therapie oder Medizin arbeitest und musikbasierte Interventionen sauberer einordnen willst,
  • eine strukturierte Weiterbildung suchst, die Methoden, Diagnostik-Basics und Gesprächsführung verbindet,
  • dir ein Feld mit vielfältigen Einsatzorten eröffnen möchtest (mehr dazu unten).

Für wen ist der Fernkurs geeignet?

Laudius richtet den Lehrgang an zwei Gruppen: Menschen mit Heilerlaubnis, die musiktherapeutisch arbeiten wollen – und Menschen ohne Heilerlaubnis, die Musiktherapie-Wissen in ihre bestehende Arbeit integrieren möchten.

Typische Zielgruppen (zusammengefasst nach Kursseite):

  • Ärztinnen, Heilpraktikerinnen, Psychotherapeutinnen, Psychologinnen (mit Heilerlaubnis/entsprechendem Rahmen)
  • (Sozial-)Pädagoginnen, Pflegefachkräfte, Heilpädagoginnen, Musikpädagog*innen, Seelsorge, Ehrenamtliche und Interessierte
  • Teilnahmevoraussetzungen sind laut Laudius: Mindestalter 25 Jahre und mittlere Reife.

Wann der Musiktherapie-Fernkurs bei Laudius nicht geeignet ist

Der Musiktherapie-Fernkurs von Laudius ist nicht geeignet für Personen, die psychische Störungen mit Krankheitswert eigenständig diagnostizieren oder behandeln möchten. Musiktherapeutische Elemente können unterstützend wirken, ersetzen jedoch keine approbierte Psychotherapie oder psychiatrische Behandlung.

Nicht passend ist das Angebot zudem für Menschen, die neurologische Rehabilitation, etwa nach Schlaganfällen oder bei schweren Entwicklungsstörungen, therapeutisch verantworten wollen. Solche Tätigkeiten erfordern spezifische klinische Qualifikationen und interdisziplinäre Einbindung.

Ungeeignet ist der Kurs außerdem für Personen, die musikalische Interventionen ohne Sensibilität für emotionale Prozesse einsetzen würden. Musik kann intensive Reaktionen hervorrufen; ohne fundiertes Verständnis von Setting, Indikation und Grenzen ist eine verantwortungsvolle Anwendung nicht gewährleistet.

Ebenso wenig geeignet ist der Lehrgang für Interessierte, die Musik primär leistungs- oder unterhaltungsorientiert betrachten und keine Bereitschaft zur reflektierten Auseinandersetzung mit psychodynamischen Aspekten mitbringen.

Wo kannst du später arbeiten? Typische Arbeitsfelder

Musiktherapie findet in Deutschland in sehr unterschiedlichen Bereichen statt – besonders dort, wo Menschen Unterstützung bei emotionalen, psychosischen oder körperlichen Herausforderungen brauchen. Auch Laudius nennt als Praktikumsorte u. a. Kliniken, Pflegeheime, Förderschulen, Reha-Zentren, Hospize und Praxen.

Konkrete Arbeitsfelder (praxisnah zusammengefasst):

  • Kliniken/Reha (z. B. Psychiatrie, Psychosomatik, Geriatrie, Neurologie – je nach Trägerstruktur)
  • Pflege & Geriatrie (aktivierend, biografieorientiert, zur Stress- und Emotionsregulation)
  • Hospiz & Palliative Care (Begleitung, Entlastung, Lebensqualitätsfokus)
  • Kinder- & Jugendhilfe / Förderschulen (Kommunikation, Ausdruck, Entwicklungsförderung)
  • Musikschulen (als anerkanntes/etabliertes Feld im Kontext Musiktherapie an Musikschulen)

Wenn du dir ein Bild vom Arbeitsmarkt machen willst: Stellenangebote finden sich u. a. über die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit.

Kannst du dich selbstständig machen?

Grundsätzlich: Ja, Selbstständigkeit ist möglich – aber sie hängt stark davon ab, in welchem Rahmen du arbeiten willst.

Wichtig ist die berufsrechtliche Realität: In Deutschland ist der Beruf nicht gesetzlich reguliert und der Titel „Musiktherapeut*in“ ist nicht geschützt. Das heißt einerseits: Es gibt unterschiedliche Ausbildungswege und Qualitätsniveaus (und genau deshalb fordern Fachverbände teils stärkere Regelungen).

Für die Selbstständigkeit bedeutet das praktisch:

  • Wenn du heilkundlich/psychotherapeutisch arbeiten willst (also mit Behandlung von Krankheiten im rechtlichen Sinn), brauchst du in der Regel eine entsprechende Heilerlaubnis bzw. musst innerhalb deiner berufsrechtlichen Befugnisse handeln (Laudius knüpft sein „Musiktherapeut*in“-Zertifikat ebenfalls an den Nachweis einer Heilerlaubnis).
  • Wenn du präventiv, begleitend, pädagogisch oder ressourcenorientiert arbeitest (z. B. Gruppenangebote, Stressregulation, Aktivierung in Einrichtungen, musikbasierte Förderung), ist Selbstständigkeit oft einfacher zu strukturieren – trotzdem solltest du deine Angebote sauber beschreiben und abgrenzen.

Erfolg: Wie realistisch sind Jobchancen und was erhöht deine Chancen?

„Erfolg“ in diesem Feld heißt meistens: Du baust dir ein stimmiges Profil auf (Zielgruppe + Setting + Methode + rechtlicher Rahmen). Da Musiktherapie in Deutschland in vielen Kliniken eingesetzt wird, ist das Feld sichtbar – gleichzeitig gibt es Diskussionen um Ausbildungsstandards und Regulierung.

Was deine Erfolgschancen typischerweise verbessert:

  • Du bringst einen passenden Grundberuf mit (z. B. Pflege, Pädagogik, Psychologie, Therapie) und integrierst Musiktherapie dort sinnvoll.
  • Du nutzt Praktikum/Seminare, um echte Fallpraxis und Referenzen aufzubauen.
  • Du positionierst dich klar (z. B. Arbeit mit Kindern, Gerontopsychiatrie, Palliativbegleitung, psychosomatische Gruppen).
  • Du orientierst dich an professionellen Standards und Qualitätsrahmen (z. B. über Berufsbild-Dokumente/Verbandsorientierung).

Für wen ist der Fernkurs Laudius Musiktherapie besonders sinnvoll?

Der Laudius Fernkurs Musiktherapie ist vor allem dann stark, wenn du flexible Weiterbildung willst, aber nicht nur „ein bisschen Musik“ einsetzen möchtest, sondern methodisch und reflektiert. Du bekommst strukturierte Inhalte, betreute Aufgaben, Online- und Präsenzanteile sowie einen empfohlenen Praxiseinstieg über ein Praktikum.

Wenn du bereits in einem sozialen, pädagogischen oder gesundheitlichen Kontext arbeitest, kann der Kurs dir helfen, Musikinterventionen fachlich sauber zu planen und verantwortungsvoll umzusetzen. Wenn du hingegen eine klassische „staatlich geregelte“ Berufslaufbahn erwartest, ist es wichtig, die Rahmenlage zu kennen: Musiktherapie ist in Deutschland verbreitet, aber nicht einheitlich reguliert – und genau deshalb ist deine persönliche Positionierung (und ggf. Heilerlaubnis) der Schlüssel.

Du bist noch unsicher? Dann solltest du folgendes lesen

Fernkurs Laudius Musiktherapie – FAQ

Die Regelstudienzeit beträgt zwölf Monate. Der empfohlene Lernaufwand liegt bei etwa acht Stunden pro Woche. Du kannst das Tempo an deinen Alltag anpassen und die Studiendauer bei Bedarf verlängern. Dadurch bleibt der Kurs auch neben Beruf oder Familie realistisch umsetzbar.

Der Kurs besteht aus neun Modulen mit insgesamt 36 Lernheften. Ergänzend gibt es ein Online-Seminar sowie ein Präsenzseminar. Zusätzlich wird ein fünftägiges Praktikum in einer geeigneten Einrichtung empfohlen, um Praxiserfahrung zu sammeln. Diese Kombination verbindet Selbststudium, betreute Lernphasen und reale Einblicke in musiktherapeutische Settings.

Neben dem Präsenzseminar gehört ein empfohlenes Praktikum zum Konzept. Dabei kannst du Einblicke in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheime, Förderschulen oder Hospize gewinnen. Ziel ist es, musiktherapeutische Interventionen im realen Kontext zu beobachten oder anzuwenden und deine Erfahrungen fachlich einzuordnen.

Der Lehrgang ist von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen. Das bedeutet, dass das Kurskonzept formal geprüft wurde. Der Abschluss ist jedoch ein institutsinternes Zertifikat und ersetzt keine staatlich geregelte Berufsausbildung.

Besonders geeignet ist der Kurs für Personen aus Pflege, Pädagogik, Sozialarbeit, Psychologie oder Therapie, die Musik gezielt und methodisch in ihre Arbeit integrieren möchten. Auch Menschen mit musikalischem Hintergrund, die ihre Kompetenzen in einem psychosozialen Kontext erweitern wollen, profitieren von der strukturierten Herangehensweise.

Musiktherapie wird in Kliniken, Reha-Einrichtungen, Pflege, Palliativarbeit, Kinder- und Jugendhilfe sowie im pädagogischen Bereich eingesetzt. Der berufliche Erfolg hängt stark von deiner Grundqualifikation, deinem Praktikum, deiner Spezialisierung und deiner rechtlichen Positionierung ab. Besonders vorteilhaft ist es, wenn du Musiktherapie als Ergänzung zu einem bestehenden Berufsfeld nutzt.

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