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Lesezeit: 2 Minuten

Letzt Aktualisierung am 16. Februar 2026


Fernstudium neben Vollzeitjob: realistisch machbar oder Dauerstress?

Die meisten beginnen ein Fernstudium nicht in einer freien Lebensphase, sondern mitten im Alltag. Genau deshalb taucht fast immer dieselbe Sorge auf:

Halte ich das wirklich durch – oder breche ich nach wenigen Wochen ab?

Die Antwort hängt weniger vom Kurs ab als von der Art, wie du ihn in deinen Tagesablauf integrierst. Ein Fernstudium scheitert selten am Stoff, sondern daran, dass es „zusätzlich“ geplant wird statt „eingebaut“.

Warum ein Vollzeitjob die eigentliche Herausforderung ist

Nach der Arbeit fehlt selten Zeit im Kalender — sondern Energie im Kopf.

Typische Situation:

  • Feierabend
  • kurze Pause
  • eigentlich lernen
  • stattdessen Aufschieben

Das hat nichts mit Faulheit zu tun. Das Gehirn vermeidet Aufgaben mit hoher Startenergie. Lernen gehört dazu. Darum funktionieren Pläne wie „jeden Abend zwei Stunden“ fast nie langfristig. Anmerkung: Man kann ein Fernstudium / Fernkurs widerrufen.

Der größte Unterschied zwischen erfolgreichen und abgebrochenen Kursen

  • Nicht Motivation.
  • Nicht Intelligenz.
  • Nicht Vorwissen.

Sondern feste Startpunkte.

Menschen, die erfolgreich abschließen, entscheiden nicht jeden Tag neu, ob sie lernen. Sie lernen automatisch zu einem bestimmten Zeitpunkt. -> Interessant ist dabei die Kärung der Frage: Wie lange dauert und was kostet ein Fernstudium / Fernkurs

Beispiel:

  • Dienstag und Donnerstag 19:00 Uhr → keine Entscheidung nötig
  • „Heute Abend irgendwann“ → wird verschoben

Realistische Lernmodelle neben Vollzeit

Es gibt drei typische Wege, die dauerhaft funktionieren.

1) Mikro-Routine

Kurze feste Einheiten mehrmals pro Woche.

Gut geeignet, wenn dein Alltag stark schwankt.
Fortschritt langsam, aber stabil.

2) Hybrid-Modell

Kurze Einheiten + ein fester längerer Termin.

Sehr häufig erfolgreich, weil Fortschritt sichtbar bleibt.

3) Wochenendfokus

Ein größerer Block am Wochenende.

Funktioniert nur, wenn dieser Termin wirklich geschützt ist. Sonst fällt er regelmäßig aus.

Was du unbedingt vermeiden solltest

Die meisten Abbrüche entstehen durch diese Planung:

  • sehr intensiver Start
  • schnelle Überforderung
  • mehrere Tage Pause
  • schwieriger Wiedereinstieg
  • Motivation bricht ein

Der Fehler liegt nicht im Lernpensum, sondern im unregelmäßigen Rhythmus. -> Lernplan Vorlage

Die Rolle der Erschöpfung

Nach einem Arbeitstag sinkt die Fähigkeit, neue Informationen aufzunehmen. Deshalb wirken zwei Stunden Lernen abends oft weniger effektiv als 30 Minuten am Morgen oder frühen Abend.

Viele erfolgreiche Teilnehmer lernen nicht länger — sondern früher oder klar begrenzt.

Wie du merkst, ob es für dich aktuell passt

Beantworte ehrlich drei Fragen:

  • Habe ich zwei feste Zeitfenster pro Woche?
  • Kann ich diese auch in stressigen Wochen halten?
  • Gibt es einen ruhigen Platz zum Lernen?

Wenn eine dieser Antworten „nein“ ist, wird das Fernstudium anstrengend, unabhängig vom Anbieter.

Wann ein Start sinnvoll ist

Ein guter Zeitpunkt liegt vor, wenn:

  • dein Wochenrhythmus stabil ist
  • keine großen Veränderungen bevorstehen
  • du feste Termine einhalten kannst
  • du ein klares Ziel hast

Ein schlechter Zeitpunkt ist nicht fehlende Motivation — sondern ein unplanbarer Alltag.

Wie du Überforderung vermeidest

Der häufigste Fehler ist zu groß zu planen. Der bessere Ansatz:

  • Start kleiner als du denkst
  • Steigere später

Konstanz schlägt Ehrgeiz.

Ja, ein Fernkurs oder Fernstudium sind neben eiem Vollzeitjob machbar!

Ein Fernstudium neben Vollzeitjob ist machbar — aber nur als Gewohnheit, nicht als Zusatzprojekt. Als Beispiele zu nennen sind z.B.: Fernkurs Marketing Management, der Personalreferent Fernkurs oder auch der Führungskräftetraining Fernkurs

  • Wer versucht, „extra Zeit zu finden“, hört meist wieder auf.
  • Wer einen festen Platz im Alltag schafft, beendet den Kurs häufig.
  • Nicht die verfügbare Zeit entscheidet, sondern die Verlässlichkeit des Rhythmus.

Nächste sinnvolle Fragen vor der Anmeldung

  • Wie hoch ist der tatsächliche Zeitaufwand pro Woche?
  • Was passiert, wenn ich pausieren oder abbrechen muss?
  • Wie realistisch sind die Erfahrungen anderer Teilnehmer?

(Diese Themen helfen dir bei der Entscheidung weiter.)

FAQ zu Fernstudium neben Vollzeitjob – sinnvoll?

  1. Ist ein Fernstudium neben einem Vollzeitjob wirklich machbar?

    Ja — allerdings nur, wenn es als feste Gewohnheit in den Alltag integriert wird.
    Die meisten Abbrüche passieren nicht wegen zu schwerem Lernstoff, sondern weil das Lernen als „zusätzliche Aufgabe“ geplant wird. Erfolgreiche Teilnehmer haben feste Lernzeiten, über die nicht täglich neu entschieden wird.

  2. Warum scheitern viele bereits nach wenigen Wochen?

    Häufig wegen eines typischen Musters:
    zu motivierter Start
    zu hoher Lernumfang
    Erschöpfung nach der Arbeit
    mehrere Tage Pause
    schwerer Wiedereinstieg
    Aufgabe des Kurses
    Das Problem ist nicht fehlende Motivation, sondern ein unregelmäßiger Rhythmus.

  3. Wie sollte man das Lernen zeitlich organisieren?

    Nicht über „Lernstunden“, sondern über feste Startpunkte.
    Beispiel:
    Funktioniert: Dienstag & Donnerstag 19:00 Uhr
    Funktioniert selten: „Heute Abend irgendwann“
    Das Gehirn vermeidet Aufgaben mit hoher Startenergie — feste Zeiten reduzieren diese Hürde.

  4. Welches Lernmodell funktioniert am besten neben dem Job?

    Drei Modelle sind langfristig realistisch:
    Mikro-Routine:
    Kurze Einheiten mehrmals pro Woche — stabil bei wechselndem Alltag.
    Hybrid-Modell:
    Kurze Einheiten + ein längerer Termin — sehr häufig erfolgreich.
    Wochenendfokus:
    Nur sinnvoll, wenn der Termin wirklich geschützt ist.

  5. Wann ist ein schlechter Zeitpunkt für den Start?

    Nicht fehlende Motivation ist das Problem, sondern fehlende Planbarkeit.
    Ein Start ist ungünstig wenn:
    der Wochenrhythmus stark schwankt
    größere Veränderungen bevorstehen
    feste Termine nicht einhaltbar sind
    Ein stabiler Alltag ist wichtiger als hohe Motivation.

  6. Was tun, um Überforderung zu vermeiden?

    Der beste Ansatz ist: kleiner beginnen als geplant.
    kurze Einheiten starten
    Rhythmus stabilisieren
    Umfang erst später steigern
    Konstanz ist entscheidender als Ehrgeiz — 30 Minuten regelmäßig sind effektiver als seltene lange Lerneinheiten.

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